Vorschau 76. Dwars door Vlaanderen

Wer kann van der Poel und Alaphilippe bezwingen?

Foto zu dem Text "Wer kann van der Poel und Alaphilippe bezwingen?"
Mathieu van der Poel (Corendon - Circus) hat Dwars door Vlaanderen gewonnen. | Foto: Cor Vos

30.03.2021  |  (rsn) - Mit dem 76. Dwars door Vlaanderen (1.UWT) steht am Mittwoch die Generalprobe für die Flandern-Rundfahrt (4. April) auf dem Programm. Mit seinen nur 185 Kilometern zwischen Roeselare und Waregem ist der Kopfsteinpflasterklassiker zwar relativ kurz, doch bieten sich an den insgesamt 13 Hellingen und drei weiteren Kopfsteinpflaster-Sektoren genügend Möglichkeiten, um die Beine zu testen.

Allerdings gilt der Sieger von Dwars door Vlaanderen nicht automatisch als Top-Favorit für die "Ronde". Im vergangenen Jahrzehnt gelang nur Nick Nuyens (2011)  das Kunststück, beide Rennen zu gewinnen.

Alle 13 Anstiege des Rennens befinden sich zwischen Kilometer 72 und 173, sind also eng aneinander gereiht. Das Finale wird am Taaienberg nach 127 Kilometern eingeläutet. Danach folgen Berg en Houte (km 132), der Kruisberg (km 142), der Knokteberg (km 149), Vossenhol (km 162), die Holstraat (km 166) und schließlich der Nokereberg (km 173). Nach einer letzten Kopfsteinpflasterpassage über die Herlegemstraat (km 176) verlaufen die letzten zehn Kilometer ohne topographische Schwierigkeiten zum Ziel in Waregem.

Während sich Wout Van Aert (Jumbo - Visma) nach seinem Sieg bei Gent-Wevelgem am Sonntag eine Pause gönnt, sind Mathieu van der Poel (Alpecin - Fenix), der die letzte Austragung 2019 gewann, und Julian Alaphilippe (Deceuninck - Quick-Step) wieder mit von der Partie und zugleich die heißesten Sieg-Anwärter.

Machen van der Poel und Alaphilippe Ernst?

Strade-Bianche-Sieger van der Poel wird bei Alpecin - Fenix wieder die uneingeschränkte Kapitänsrolle übernehmen - sollte es zu einem Sprint kommen, könnten auch Tim Merlier oder Jasper Philipsen zum Zug kommen. Dagegen wird Deceuninck - Quick-Step aus dem Vollen schöpfen. Mit E3-Gewinner Kasper Asgreen, Omloop-Sieger Davide Ballerini, Florian Senechal oder Yves Lampaert, der 2017 und 2018 in Waregem triumphierte, könnte das Team gleich mehrere Joker spielen. "Wir haben einige Jungs, die schon weit vor dem Ziel attackieren können", deutete Sportdirektor Tom Steels eine offensive Taktik an.

Das Rennen sei aber vor allem für Alaphilippe sehr wichtig. "Die Kombination von kurzen Anstiegen, schmalen, verwinkelten Straßen und die Nervosität im Feld ist genau das, was er jetzt braucht, um für die Flandern-Rundfahrt den richtigen Rennmodus zu finden", meinte Steels mit Blick auf den Weltmeister, der bei Dwars door Vlaanderen sein Debüt geben wird.

Zum Favoritenkreis gehören zudem Matteo Trentin (UAE Team Emirates), Jasper Stuyven, Mads Pedersen (beide Trek - Segafredo), Oliver Naesen, Greg Van Avermaet (beide AG2R Citroen), Stefang Küng (Groupama - FDJ), Tiesj Benoot (DSM), Dylan van Baarle und Tom Pidcock (beide Ineos Grenadiers). Das aber nur , wenn van der Poel und Alaphilippe nur ihre Beine testen, aber nicht ganz durchziehen wollen.

Gute Chancen durfte man auch Nils Politt attestieren. Doch nach dem positiven Corona-Test von Matthew Walls schickte ein belgischer Arzt gleich 17 Mitglieder von Bora - hansgrohe bis zum 1. April in Quarantäne, darunter auch den Hürther sowie die weiteren Klassikerspezialisten Daniel Oss, Marcus Burghardt und Lukas Pöstlberger. Nach den Startverboten für die E3 Classic und Gent-Wevelgem wird das Team deshalb auch auf die Ronde-Generalprobe verzichten müssen. Ebenfalls fehlen wird Sep Vanmarcke (Israel Start-Up Nation), der sich noch von einer Erkältung erholt.


 

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