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20.04.2021 | (rsn) – Der erste schwere Tag brachte einen ziemlichen Dämpfer für die Gesamtwertungsambitionen von Bora – hansgrohe bei der Tour of the Alps. jeweils über drei Minuten verloren Felix Großschartner und Matteo Fabro auf der 2. Etappe von Innsbruck nach Feichten im Kaunertal auf den Tagessieger und neuen Spitzenreiter Simon Yates (Team BikeExchange). Im Vergleich mit seinen beiden Kapitänen hielt sich Debütant Anton Palzer sehr gut. Der Skibergsteiger erreichte am zweiten Tag seines Karriere-Neustarts den 42. Rang.
"Den kennen mehr Leute als Christopher Froome bei uns", scherzte Lukas Pöstlberger, angesprochen auf die vielen Toni-Rufe, die bei der Fahrerpräsentation vor der 2. Etappe der Tour of the Alps durch Innsbruck hallten. Mit großer Spannung wird der Einstieg des Skibergsteigers auch in der Alpenrepublik verfolgt und am Ende des Tages war wohl der 28-Jährige aus Berchtesgaden einer der wenigen, die aus der Raublinger Mannschaft ein positives Resümee ziehen konnten.
"Es war gut", war sein kurzer, aber zufriedener Kommentar, als er mit seinen Betreuern im Ziel abklatschte. Am Hinterrad des zweiten Bora-Quereinsteigers in diesem Jahr, dem Mountainbiker Ben Zwiehoff, überquerte er die Ziellinie in Feichten im Kaunertal auf Rang 43, 6:01 Minuten hinter Tagessieger Simon Yates. Drei Minuten zuvor erreichten die beiden Klassementfahrer des deutschen Teams, Fabbro und Großschartner das Ziel auf den Rängen 28 und 30.
Ein Fehler führte dazu, dass sie sich bei der zweiten Überquerung des Pillersattels ganz am Ende des Feldes befanden. "Daher musste ich so die ersten zehn Minuten am Limit fahren, um Positionen gutzumachen", berichtete der Österreicher und fügte an: "Als dann die Attacken gestartet wurden, konnte ich nicht mehr reagieren und musste mein eigenes Tempo fahren." Seine Form sei aber nicht schlecht und Großschartner versprach: "Ich werde versuchen, die nächsten Tage durch eine offensive Fahrweise, noch etwas zu korrigieren."
Gemeinsam voneinander lernen
Ob sich auch sein neuer Teamkollege, Palzer wechselte offiziell am 1. April zur Raublinger Mannschaft, bei dieser Rundfahrt in die Offensive wagt, wird man sehen. Seine ersten zwei Tage im Peloton bewiesen aber, dass er sich auf dem für ihn völlig neuen Terrain doch schon sehr wohl fühlt. "Anton macht sich gut. Es ist sein erstes Rennen in einem stark besetzten Peloton. Klar ist es stressig im Feld. Das muss er noch lernen. Das Gestecke im Finale ist ungewohnt für ihn", erklärte Pöstlberger gegenüber radsport-news.com.
Den zweifachen Österreichischen Straßenmeister und Giro-Etappensieger verbindet mit dem Neueinsteiger aus Berchtesgaden eine lange Freundschaft. Außerdem brachte der Vöcklabrucker den Skibergsteiger zu seinem Trainer Helmut Dollinger und ebnete damit auch ein wenig den neuen Karriereweg des Skibergsteigers. "Ich glaube, von seiner ‘Pfeif-dir-Nichts‘-Mentalität kann man sich viel abschauen", meinte der Österreicher über seinen Zimmerpartner.
Die beiden sind fast gleichalt und wohnen nur einige Fahrstunden auseinander. Immer wieder trainierte der Bayer mit dem Österreicher. "Es gibt viel, was man sich von seiner Herangehensweise abschauen kann", so Pöstlberger, der den Austausch mit Palzer schätzt: "Ich denke, wir können in den nächsten Jahren noch viel voneinander lernen."
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