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10.06.2021 | (rsn) - Nach dem Ausfall der Österreich-Rundfahrt wird die heute mit einem kurzen Prolog in Linz beginnende 12. Oberösterreichrundfahrt (2.2) für die heimischen Kontinental-Rennställe einer der Saisonhöhepunkte sein.
Dazu gehört auch das Tirol KTM Cycling Team, das im Frühjahr bei der Tour of the Alps (2.Pro) im Feld der Profis vor allem mit seiner deutschen Fraktion beeindrucken konnte. Florian Lipowitz beendete die schwere Rundfahrt auf Rang 18 und war damit sogar bester deutscher Starter. Felix Engelhardt sicherte sich das Sprinttrikot, Georg Steinhauser schließlich behauptete sich am Schlusstag bis zum letzten Berg in der Gruppe des Tages.
Aus diesem Trio wird allerdings nur Engelhardt am Abend ins Rennen gehen. “Florian Lipowitz kränkelt seit einer Woche und hat sich schon bei der Friedensfahrt nicht fit gefühlt. Die Gesundheit geht vor und deshalb haben wir beschlossen, dass er eine Pause einlegt, auch deshalb, weil er noch ein schweres Programm vor sich hat“, erklärte Tirol-Manager Thomas Pupp im Gespräch mit radsport-news.com.
Für den 20-jährigen Lipowitz, der durch den jungen Wiener Stefan Kovar ersetzt wird, soll dessen gleichaltriger Landsmann Engelhardt in die Bresche springen, wie Pupp ankündigte: “Die Etappen 1 und 2 müssten ihm liegen und vielleicht kann er auch im Gesamtklassement eine gute Platzierung zustande bringen, auch wenn der letzte Tage mit dem langen Schlussanstieg eher was für Lipowitz gewesen wäre.“
Pupp sieht Uno-X in der Favoritenrolle
Ganz ohne Chancen sieht Pupp sein Team aber auch nicht auf der abschließenden Königsetappe, die über 124,6 Kilometer von Traun nach Hinterstoder, wo an der Bergankunft auf der Höss die Rundfahrt entschieden wird. Im neun Kilometer langen Anstieg mit knapp 1.000 Höhenmetern wird das Klassement nochmals durcheinandergewirbelt. “Da setzen wir auf unseren Kletterer Emanuel Zangerle, der aus einem Höhentrainingslager kommt“, erklärte Pupp, für den die Rundfahrt nach der Absage der Österreich-Rundfahrt nochmals an Bedeutung gewonnen hat.
“Es ist die größte Radsport-Veranstaltung in Österreich und in diesem Jahr ist sie auch international sehr gut besetzt“, sagte der Tiroler, der vor allem den norwegischen Zweitdivisionär Uno-X in der Favoritenrolle sieht. Die Skandinavier feierten in dieser Saison bereits fünf Siege und beeindruckten auch bei der Tour of the Alps mit einem zweiten Platz zum Auftakt durch Idar Andersen, ehe das Team nach einem Coronafall das Rennen nach der 2. Etappe verlassen musste.
Als aussichtsreichsten österreichischen Starter sieht Pupp Routinier Riccardo Zoidl, dessen Team Felbermayr Simplon Wels die Rundfahrt in den vergangenen Jahren dominierte und von 2016 bis 2018 mit dem mittlerweile zurückgetretenen Stefan Rabitsch dreimal in Folge den Gesamtsieger stellte. Aber auch der 33-jährige Zoidl war schon erfolgreich: 2013 setzte er sich gegen Markus Eibegger durch.
Der Kletterspezialist wird vor allem auf die Schlussetappe setzen, auch wenn die beiden vorherigen Teilstücke über anspruchsvolles Terrain führen und jeweils mit kleinen Bergankünften enden. Im Finale der 2. Etappe geht es auf den letzten 1.000 Metern 7,3 Prozent bergan, am darauf folgenden Tag führt in Oberneukirchen ein rund vier Kilometer langer Schlussanstieg hinauf ins Ziel.
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