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Knappe Olympia-Niederlage gegen China im Teamsprint

Friedrich und Hinze freuen sich mit Verspätung über Silber

Von Kevin Kempf

Foto zu dem Text "Friedrich und Hinze freuen sich mit Verspätung über Silber"
Lea Sophie Friedrich (vorn) und Emma Hinze (beide Deutschland) | Foto: Cor Vos

02.08.2021  |  (rsn) – Nach der Medaillenflaute auf der Straße, im Mountainbike und im BMX hat das deutsche Olympiateam gleich zum Auftakt der Bahn-Wettbewerbe jubeln können. Lea Sophie Friedrich und Emma Hinze gewannen im Teamsprint der Frauen hinter den Chinesinnen die Silbermedaille, nachdem sie in der Qualifikation sogar die Bestzeit erzielt hatten.

Bereits in der Zwischenrunde aber fuhr das chinesische Team einen neuen Weltrekord. Das deutsche Duo kam mit der zweitbesten Zeit ins Große Finale. Da war es denkbar knapp, nachdem die Chinesinnen eine starke erste Runde hingelegt hatte. Mit einer herausragenden Schlussrunde kam Hinze noch auf 0,085 Sekunden an Gold heran. “Wir sind noch nie so schnell gefahren wie hier. Trotzdem war es zunächst eine kleine Enttäuschung, weil man den Lauf verliert, auch wenn man Silber gewinnt“, sagte die 23-jährige Hinze, nachdem sie gemeinsam mit Friedrich erstmals die 32-Sekunden-Marke unterboten hatte. “Deshalb konnte ich mich danach nicht sofort freuen, aber jetzt schon. Ich bin richtig stolz darauf, dass wir das geschafft haben“, fügte die dreimalige Weltmeisterin von Berlin an.

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Friedrich schlug in die gleiche Kerbe. “Am Anfang waren wir ein bisschen enttäuscht, weil das Gold so zum Greifen nah war. Aber jetzt sind wir stolz, eine Medaille tragen zu können, sind mega-happy“, freute sich die 21-Jährige, die nicht optimal ausgeruht ins Rennen startete. “In der Nacht vor dem Wettkampf war ich nervös, ich bin nicht der Typ, der davor gut schlafen kann. Ich bin immer den Teamsprint im Kopf durchgegangen“, erklärte die zweimalige Weltmeisterin. Mit ihrer ersten Medaille im ersten olympischen Wettkampf sollte sich die Nervosität vor dem Keirin- und dem Sprintrennen aber legen.

Auch Hinze blickte bereits zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben voraus. “Ich mag die Bahn, ich hatte gleich ein gutes Gefühl, sie fährt sich sehr geschmeidig und man hat einen guten Schwung, weil sie so hoch ist“, analysierte sie im ARD-Interview. Auf die Frage, wie ihre Aussichten in den nächsten Wettbewerben sind antwortete sie nur kurz mit einem verschmitzten Grinsen: “Mal gucken!“
Am Mittwoch steht mit dem Keirin der nächste Sprintwettkampf der Frauen auf dem Programm, für Freitag ist der Einzel-Sprintwettbewerb angesetzt.

Obwohl der Bahnvierer der Männer nur die zweitschlechteste Zeit in der Qualifikation erzielte, zeigte sich Bundestrainer Detlef Uibel sehr zufrieden mit dem ersten Wettkampftag. “Ich denke es war ein sehr guter Auftakt. Mit dem Damenvierer wird es morgen dann vielleicht gleich noch eine Medaille geben“, sagte er, nachdem das BDR-Quartett in der 1. Runde den bestehenden Weltrekord gleich um mehr als drei Sekunden verbessert hatte.

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