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Ausweichtermin als WM-Generalprobe ein Glücksgriff

Eschborn-Frankfurt erwartet bärenstarkes Starterfeld

Von Felix Mattis

Foto zu dem Text "Eschborn-Frankfurt erwartet bärenstarkes Starterfeld"
Pascal Ackermann (Bora - hansgrohe) gewann die letzte Austragung von Eschborn-Frankfurt am 1. Mai 2019. | Foto: Cor Vos

09.09.2021  |  (rsn) – Der Ausweichtermin erweist sich für den Radklassiker Eschborn-Frankfurt in diesem Jahr als Glücksgriff: Zur 60. Ausgabe des Rennens, das viele Fans noch immer unter dem Namen Rund um den Henninger Turm im Kopf abgespeichert haben, wird sich eine Woche vor den Straßen-Weltmeisterschaften in Flandern ein illustres Starterfeld durch den Taunus quälen. Zum ersten Mal werden 13 WorldTeams in Eschborn am Start stehen – und deren Besetzung kann sich sehen lassen.

Titelverteidiger Pascal Ackermann (Bora – hansgrohe) wird natürlich genauso mit von der Partie sein wie Rekordsieger Alexander Kristoff (UAE Team Emirates) und Lokalmatador John Degenkolb (Lotto Soudal) – das gesamte Podium von der letzten Austragung am 1. Mai 2019 also. Doch dass diese Drei wieder vor der Frankfurter Oper jubeln, scheint unwahrscheinlich. Denn die Konkurrenz ist stark wie nie.

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Mit dem Italiener Sonny Colbrelli (Bahrain Victorious), dem Australier Michael Matthews (BikeExchange) und Jasper Philipsen (Alpecin – Fenix) aus Belgien werden gleich drei internationale Asse am Start stehen, für die der Parcours von Eschborn-Frankfurt mit einem möglichen Sprintfinale nach schwerer Taunusrunde wie gemacht ist. Colbrelli und Matthews wollen sich dabei ihren letzten Feinschliff für die WM abholen.

Bei ihrer Heim-WM in Flandern am 26. September fehlen werden dagegen die Routiniers Greg van Avermaet (Ag2r – Citroen) und Philippe Gilbert (Lotto Soudal), die gerade deshalb aber wohl umso motivierter sein dürften, der belgischen Verbandsführung zu zeigen, dass ihre Nichtnominierung ein Fehler war. Beide wollen sich außerdem für Paris-Roubaix, das am 3. Oktober wartet, in Form bringen und nutzen Frankfurt auch dafür als letzten Formtest.

Roubaix und die WM im Hinterkopf haben dagegen Dylan Teuns (Bahrain Victorious), Mads Pedersen (Trek – Segafredo) und Deutschland Tour-Sieger Nils Politt (Bora – hansgrohe), der mit Ackermann und Degenkolb die ebenfalls stark besetzte deutsche Riege in Hessen anführen wird. Denn auch Phil Bauhaus (Bahrain Victorious), Simon Geschke (Cofidis), André Greipel (Israel Start-Up Nation) und Georg Zimmermann (Intermarché – Wanty Gobert) sowie Emanuel Buchmann (Bora – hansgrohe) stehen auf der vorläufigen Startliste.

Und selbst internationale Kletter-Asse lockt es am 19. September nach Frankfurt. So werden Bauke Mollema und Vincenzo Nibali (beide Trek – Segafredo) Ex-Weltmeister Pedersen im Taunus unterstützen, um ihm einen Sieg vor der Oper zu ermöglichen.

Sie werden auf dem 187,4 Kilometer langen Kurs einiges zu tun bekommen, denn es geht von Eschborn zwar zunächst flach durch die Frankfurter Innenstadt, dann aber wartet der Anstieg zum Feldberg, bevor es auf der ikonischen Taunusrunde vier Mal den steilen Mammolshainer Stich hinauf, zweimal über den Ruppertshainer Anstieg und einmal über die Billtalhöhe geht. Mehr als 3.200 Höhenmeter stehen am Ende des Tages auf den Radcomputern, wenn auf einer Mainschleife durch die Frankfurter Innenstadt das Finale läuft und vor der Alten Oper um den Sieg gesprintet wird.

Schade nur, dass sich die Frauen auch dieses Jahr wieder nicht in Südhessen messen und auf die WM vorbereiten dürfen.

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