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10.01.2022 | (rsn) - Als am Sonntag in Neuseeland das erste UCI-Etappenrennen der Saison 2022 zu Ende ging, jubelte ein Schotte. Der für das heimische Team Bolton Equities Black Spoke startende Mark Stewart sicherte sich die Gesamtwertung der 35. New Zealand Cycle Classic (2.2) mit 38 Sekunden Vorsprung auf den Neuseeländer Ollie Jones (St. George) und feierte damit auf der Straße den größten Erfolg seiner Karriere.
Der 26-Jährige gewann mit seinem Team das Mannschaftszeitfahren zum Auftakt der fünftägigen Rundfahrt rund um die Hauptstadt Wellington, übernahm mit einem zweiten Platz tags darauf das Führungstrikot und sorgte mit seinem Sieg auf der Königsetappe des vorletzten Tages für die Vorentscheidung.
Mindestens so interessant wie der sportliche Siegeslauf war aber Stewarts Schilderung seiner beiden vergangenen Jahre. Gegenüber neuseeländischen Medien berichtete er nämlich, dass er 2020 nach Neuseeland gereist sei, um dort einen Monat mit seiner Freundin Emma Cumming zu verbringen. Dann jedoch kam die Covid19-Pandemie über die Welt und aus den vier Wochen wurden volle zwei Jahre.
"British Cycling ließ mich fallen"
Stewart hatte seine Laufbahn sogar schon als beendet betrachtet, nachdem er von British Cycling aus dem Förderprogramm gestrichen worden war, obwohl er bei den Commonwealth Games 2018 eine Goldmedaille im Punktefahren gewonnen hatte. “Ich kam für einen Monat mit einem Rucksack und dann schlug Covid zu, British Cycling ließ mich fallen, also dachte ich, ich würde noch etwas bleiben - und das dauerte zwei Jahre“, sagte er zu stuff.co.nz.
Bereits im vergangenen Jahr absolvierte er dann aber - im Trikot des britischen Teams Ribble Weldtite - die New Zealand Classic und begeisterte sich für das Rennen. “Ich war nicht in Form, aber es wurde eines meiner Lieblingsrennen, die Strecken sind unglaublich“, schwärmte Stewart, der damals Rang 32 im Gesamtklassement belegte. “Durch die Hauptstadt zu fahren, was für eine Erfahrung! Also dachte ich, ich würde gerne nächstes Jahr wiederkommen, um diesem Rennen Respekt zu zollen und zu versuchen, es zu gewinnen. Es läuft nicht oft nach Plan!“
In Stewarts Fall allerdings kam es genau so. Für diese Saison sicherte er sich einen Platz im heimischen Black-Spoke-Team, mit dem er die Rundfahrt dominierte. “Es ist ein guter Start in den neuen Job“, sagte er und fügte an: “Wenn wir so ins Jahr gestartet sind, haben wir uns selbst den Maßstab gesetzt.“ Das Ergebnis wollen Stewart und sein Team später in der Saison auch bei europäischen Rennen bestätigen, wie er ankündigte. “Und hoffentlich werden die Ergebnisse kommen“, sagte er abschließend.
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