Gaudu bleibt an der Algarve vorn

Jakobsen sucht in Faro einen eigenen Weg zum zweiten Sieg

Von Kevin Kempf

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Fabio Jakobsen (Quick-Step = Alpha Vinyl) jubelt in Faro. | Foto: Cor Vos

18.02.2022  |  (rsn) – Zwei Tage nach seinem ersten Tagessieg bei der Volta ao Algarve hat Fabio Jakobsen (Quick-Step – Alpha Vinyl) auch das dritte Teilstück von Almodovar nach Faro über 211 Kilometer gewonnen. Im Massensprint verwies er Tim Merlier (Alpecin – Fenix) und Bryan Coquard (Cofidis) auf die Plätze. David Gaudu (Groupama) verteidigte die Gesamtführung.

Als einziger Fahrer im Peloton hat Jakobsen bereits vier Saisonsiege auf dem Konto. “Wir haben Declercq verloren. Er hat Magenprobleme. Aber auch ohne ihn hat mein Team mich in eine super Position gefahren. Es war perfektes Teamwork und ich freue mich, die schnellsten Beine gehabt zu haben“, erzählte der Niederländer im Ziel-Interview.

Mit seinem Sieg verteidigte er das Trikot des punktbesten Fahrers der Rundfahrt. “Ich liebe Grün, es ist die Farbe der Sprinter. Ich würde mich freuen, es mit nach Hause nehmen zu können, aber erst muss ich die Etappen morgen und übermorgen überstehen“, blickte er auf das 32 Kilometer lange Zeitfahren am Samstag und die abschließende Bergetappe am Sonntag voraus.

Der Zweitplatzierte Merlier, der im Finale der 1. Etappe eingebaut und deshalb chancenlos war, konnte seine schnellen Beine nun in Faro heuer zum ersten Mal testen. “Ich war im Finale da, bin aber auf einen starken Jakobsen gestoßen. Als er loslegte hatte ich noch das Gefühl, ihn schlagen zu können. Dann habe ich aber ein wenig Speed verloren und bin nicht mehr hingekommen“, beschrieb er die letzten Meter.

In den vorderen Regionen der Gesamtwertung gab es keine Positionsveränderungen. Gaudu liegt weiter eine Sekunde vor Brandon McNulty (UAE Team Emirates) und fünf weiteren Fahrern. “Morgen im Zeitfahren wird es schwer, das Trikot zu verteidigen, aber ich werde alles geben. Ich habe daran gearbeitet und werde sehen, wie meine Zeitfahrform ist“, so der Franzose.

So lief das Rennen:

Nach 14 Kilometern setzten sich Txomin Juaristi (Euskaltel – Euskadi), Rafael Lourenco (Atum general - Tavira), Rafael Silva (Efapel), Afonso Eulalio (Glassdrive Q8), Afonso, Silva (Kelly - Simoldes), Nicolas Saenz (Tavfer - Mortágua) und Samuel Caldeira (W52 – FC Porto) vom Peloton ab. Maximal 6:30 Minuten Vorsprung bekam das Septett zugestanden.

Im Feld kam es 36 Kilometer vor dem Ziel zu einem Sturz, in den auch Thomas Pidcock (Ineos Grenadiers) verwickelt war. Alle Fahrer konnten das Rennen aber fortsetzen. Am letzten Anstieg des Tages griffen sich die Ausreißer, die sich bereits in Sichtweite des Feldes befanden, gegenseitig an. Juaristi, Afonso Silva und Eulalio behaupteten sich am längsten vor dem Feld, wurden aber 23 Kilometer vor dem Ziel eingefangen.

Als erster Fahrer stürmte Joao Matias (Tavfer - Mortágua), der stellvertretend für Gaudu das Bergtrikot trug, am Trio vorbei. Eulalio konnte seinem Landsmann bergauf folgen, ohne verhindern zu können, dass dieser sich die Bergpunkte sicherte. Eulalios Teamkollege Fabio Costa und Hugo Nunes (Rádio Popular – Paredes) schlossen zum neuen Führungsduo auf, aus dem sich Matias wieder zurückfallen ließ.

Das neuformierte Trio erkämpfte sich maximal 20 Sekunden Vorsprung und wurde elf Kilometer vor dem Ziel gestellt. Im Finale probierten mehrere Mannschaften, ihren Sprintern den Weg zu bereiten, letztendlich schien sich der Quick-Step-Zug durchzusetzen. Der allerdings verlor seinen Kapitän Jakobsen, wodurch der Niederländer sich auf einem chaotischen letzten Kilometer seinen eigenen Weg bahnen musste. Dies tat er perfekt und gewann unangefochten vor Merlier und Coquard.

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