Buchmann und Kämna in Andalusien abgehängt

Zug verpasst: Für Bora war das Rennen früh gelaufen

Von Kevin Kempf

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Emanuel Buchmann (Bora - hansgrohe) | Foto: Cor Vos

20.02.2022  |  (rsn) – Der Plan für die 4. Etappe der Andalusien-Rundfahrt wurde schon auf den letzten Metern des Vortags deutlich: Der im Klassement weit zurückliegende Lennard Kämna sollte für Bora – hansgrohe am schweren ersten Anstieg des Tages in die Gruppe gehen und um den Etappensieg kämpfen. Aber auch der besser platzierte Emanuel Buchmann hatte sich für das Teilstück nach Baza etwas vorgenommen. Doch die Strategie ging nicht auf.

Am 6,8 Kilometer langen und 9,1 Prozent steilen Alto del Purche lösten sich nach rund 20 Kilometern keine Außenseiter, sondern die 15 besten Kletterer der Tour - ohne Beteiligung von Bora - hansgrohe. “Ich habe direkt im ersten Anstieg versucht weg zu kommen, wurde dann aber wieder gestellt und hatte bei der entscheidenden Attacke des Tages einfach nicht die Beine, der Gruppe zu folgen“, gestand Kämna nach der Etappe ein. Auch Teamkollege Buchmann, vor dem Start Dreizehnter der Gesamtwertung, kam nicht mit, er musste wie Kämna mit der Verfolgergruppe Vorlieb nehmen.

Obwohl zu diesem Zeitpunkt noch 145 Kilometer zu fahren waren, ließen die Favoriten nicht locker, der Abstand der beiden ersten Gruppen wurde schnell größer. “Von diesem Zeitpunkt an war das Rennen gelaufen, da in der ersten Gruppe die stärksten Fahrer dabei waren. Wir haben nochmal versucht die Lücke zu schließen, hatten aber letztlich keine Chance“, berichtete Kämna.

Die Gruppe der beiden Deutschen, der mit Frederik Wandahl noch ein weiterer Bora-Profi angehörte, erreichte das Ziel genau sieben Minuten nach dem Tagessieger Wout Poels (Bahrain Victorious). Der Niederländer nahm dem Italiener Alessandro Covi (UAE Team Emirates), der der ersten Gruppe ebenfalls nicht folgen konnte, zudem das Gelbe Trikot ab. In der Gesamtwertung fiel Buchmann vor der abschließenden Bergankunft auf Platz 19 zurück – eine erste Top Ten-Platzierung in einer Rundfahrt seit der Tour de France 2019 ist damit für den 29-Jährigen erneut in weite Ferne gerückt.

“Leider konnte keiner unserer Fahrer die entscheidende Attacke am Ende des ersten Anstieges mitgehen. Am Ende keine Katastrophe, aber schon ein wenig enttäuschend“, befand der Sportliche Leiter Christian Pömer. “Wir werden das jetzt erstmal analysieren. Klar ist aber auch, dass speziell Emanuel Buchmann und Lennard Kämna noch mitten im Aufbau für die großen Ziele dieser Saison stecken“, betonte der Österreicher.

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