7. Giro: Diamante – Potenza, 196 km

Auch ohne Bergankunft ein richtig harter Brocken

Foto zu dem Text "Auch ohne Bergankunft ein richtig harter Brocken"
Szene von der 4. Giro-Etappe | Foto: Cor Vos

13.05.2022  |  (rsn) – Am Ende der ersten Giro-Woche wird den Fahrern alles abverlangt. Die 7. Etappe wartet mit vier schweren Anstiegen auf und wird das Klassement wohl ordentlich durcheinander schütteln.

7. Etappe, 13. Mai, Diamante – Potenza, 196 km
Keine Bergankunft, aber mit 4.730 Höhenmetern ein echt harter Brocken: Nur zwei Etappen bei dieser Italien-Rundfahrt warten mit mehr Höhenmetern auf als dieses Teilstück in der Region Basilikata. Nach dem Start an der Küste ist es zunächst für 25 Kilometer nur wellig, doch dann beginnt eine wahre Achterbahnfahrt: Passo Colla (3. Kat.), Monte Sirino (1. Kat.), Monte Grande di Viggiano (2. Kat.) und La Sellata (3. Kat.) heißen die Bergpreise des Tages. Doch auch rund um die kategorisierten Anstiege geht es ständig steil bergauf und bergab.

Keine Bergankunft, kein Hochgebirge, aber diesen Tag darf niemand unterschätzen: Auf dem Weg nach Potenza warten die drittmeisten Höhenmeter aller Giro-Etappen in diesem Jahr. | Foto: RCS Sport / Giro d'Italia

Dieser Tag wird die ersten richtig großen Abstände im Gesamtklassement herbeiführen, auch wenn die Top-Favoriten mutmaßlich beisammen bleiben dürften – bis auf diejenigen, die einen schwarzen Tag haben und ihre Hoffnungen im Gesamtklassement heute begraben müssen.

Potenza wurde in der Giro-Geschichte bereits 28 Mal an- oder durchfahren, die letzte Ankunft liegt jedoch bereits 21 Jahre zurück. Damals gewann hier Danilo Hondo für das Team Telekom tatsächlich im Sprint eines sehr großen ersten Feldes – heute ist das undenkbar.

Der Etappensieg könnte an einen kletterstarken Ausreißer vom Schlage eines Bauke Mollema (Trek – Segafredo) oder Diego Ulissi (UAE Team Emirates) gehen. Vielleicht aber kann auch einer der jungen Fahrer wie Mauro Schmid (Quick-Step Alpha Vinyl) einen Coup landen. Sollte allerdings einer der Klassementfahrer Ambitionen entwickeln, sind Namen wie Simon Yates (BikeExchange – Jayco), Joao Almeida (UAE Team Emirates), Richard Carapaz (Ineos Grenadiers) oder Wilco Kelderman (Bora – hansgrohe) auch für den Tagessieg gut.

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