Einen Tag nach Triumph ihrer Teamkollegin

Baker feiert in Thüringen ersten Profisieg

Von Kevin Kempf

Foto zu dem Text "Baker feiert in Thüringen ersten Profisieg"
Georgia Baker (BikeExchange – Jayco) feiert ihren ersten Profisieg. | Foto: Cor Vos

25.05.2022  |  (rsn) – Einen Tag nach dem Sieg ihrer Landsfrau und Teamkollegin Alexandra Manly hat Georgia Baker (BikeExchange – Jayco) die 2. Etappe der Thüringen–Rundfahrt im Sprint für sich entschieden. Nach 99 Kilometern rund um Gera verwies die Australierin Maria Confalonieri (Ceratizit – WNT) und die Niederländerin Femke Markus (Parkhotel Valkenburg) auf die Plätze zwei und drei. Manly bleibt in der Gesamtwertung vorn.

Für Baker war es der erste Profisieg ihrer Karriere. Die 27-Jährige kehrte zu Beginn des Jahres nach einer vierjährigen Pause zurück ins Feld der Berufsradfahrerinnen. Beim Scheldeprijs (1.1) bewies sie als Vierte bereits, dass sie über schnelle Beine verfügt. Da sie auf der 1. Etappe mehr als vier Minuten auf ihre Mannschaftsgefährtin einbüßte, spielt sie im Klassement keine Rolle mehr.

"Der Sieg war heute nicht unbedingt geplant. Hauptziel für unsere Mannschaft war, das Gelbe Trikot für Alexandra Manly zu verteidigen. Wir mussten unterwegs viel arbeiten, weil es viele Fluchtversuche gab. Wir haben aber eine starke Mannschaft. Das Finale war sehr technisch, das liegt mir", erklärte Baker.

Beste Deutsche wurde Romy Kasper. Die 34-jährige Jumbo-Visma-Fahrerin, die in Thüringen im Trikot der Deutschen Nationalmannschaft startet, kam im Sprint von fünfzig Athletinnen als Sechste ins Ziel.

"Mit dem sechsten Platz kann ich sehr gut leben. Eigentlich wollten wir für Linda Riedmann fahren, der ging es aber nicht so gut und sie war vorher schon einmal abgeplatzt. Wir haben dann umgestellt. Linda hat die technische Anfahrt sehr gut vorbereitet, so dass ich die letzten 100 Meter fast ins Ziel gerollt bin“, sagte Kasper.

So lief das Rennen:

Nach acht Kilometern setzte sich Katharina Fox (Maxx – Solar Lindig) vom Peloton ab. Da die 26-Jährige bei der Auftaktetappe mit nur sieben Sekunden Rückstand ins Ziel gekommen war, konnte das Feld sie nicht weit enteilen lassen. Es beschränkte den Vorsprung der Deutschen auf 1:30 Minuten.

47 Kilometer vor dem Ziel wurde Fox gestellt, es folgten unruhig gefahrene Kilometer mit vielen Attacken. Julie van de Velde (Plantur – Pura) und Agua Espinola (Canyon – SRAM) konnten acht Kilometer später ein neues Führungsduo formen, das ebenfalls nicht weit weggelassen wurde, da auch die Belgierin im Klassement nur 20 Sekunden Rückstand auf die Führende hatte. Nach 30 Kilometern auf der Flucht wurde auch das Abenteuer dieses Duos von der jagenden Meute beendet.

Im Finale konnte sich niemand entscheidend absetzen, sodass ein Sprint unvermeidbar war. Den gewann Brown vor Confalonieri und Markus.

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