Strade Bianche der U23: Geßner wird Fünfter

Keup lag bis zum letzten Sektor auf Podiumskurs

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Keup lag bis zum letzten Sektor auf Podiumskurs"
Pierre-Pascal Keup (Lotto - Kern Haus) bei der Strade Bianche U23 | Foto: Team Lotto - Kern Haus

28.05.2022  |  (rsn) - Lotto - Kern Haus hat bei der U23-Austragung von Strade Bianche (1.2u) nach einer starken Mannschaftsleistung nur knapp das Podium verpasst. Beim Sieg des Iren Darren Rafferty (Hagen Bermans Axeon) wurde Jakob Geßner Fünfter, Pierre-Pascal Keup belegte Rang acht.

"Wir können sehr, sehr zufrieden sein, denn wir sind ein starkes Rennen gefahren. Das war ein gelungener Auftakt unserer Italien-Kampagne", befand Teamchef Florian Monreal nach dem 153 Kilometer langen Rennen über die Naturstraßen der Toskana gegenüber radsport-news.com

Dabei lag Keup sogar auf Podiumskurs. Doch dann büßte der 21-Jährige kurz vor dem Ziel viel Zeit ein, weil er an zweiter Position fahrend am Ende des letzten Sektors durch einen Vorderradrad-Defekt gestoppt wurde. "Wir mussten das Rad wechseln, mit dem Auto waren wir zu diesem Zeitpunkt aber nicht da und der neutrale Materialwagen gibt kein Rad", erklärte Monreal, weshalb sein Fahrer sich mit knapp zwei Minuten Rückstand einhandelte.

Geßner zog sich im steilen Finale hinauf nach Gradara ordentlich aus der Affäre. "In dem Anstieg hat sich alles geteilt, Jakob hat das Beste draus gemacht", lobte Monreal den 22-Jährigen.

So lief das Rennen:

Die Premieren der U23-Strade war von Beginn an von Hektik und vielen Stürzen geprägt. Noch vor dem ersten Sektor kam es zu einem Massensturz, in den auch Ole Theiler und Luca Dreßler verwickelt waren. Theiler musste das Rennen mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch aufgeben und auch für den gerade erst von einer Sturzverletzung hergestellten Dreßler war das Rennen beendet. "Dass wir Ole schon im ersten Rennen unserer Italien-Kampagne verloren haben, hinterlässt bei uns auch ein weinendes Auge", sagte Monreal.

Zu diesem Zeitpunkt war Keup bereits in einer zehn Fahrer starken Spitzengruppe unterwegs. Zu den Ausreißern schlossen 65 Kilometer noch fünf weitere Fahrer um Geßner und den späteren Sieger auf.

An einem Anstieg zehn Kilometer vor dem Ziel konnte Geßner für Keup zweimal   Lücken schließen. Den letzten Sektor nahm Keup schließlich als Zweiter in Angriff und konnte diese Position auch behaupten. Doch dann passierte das Malheur, das ihn aller Chancen beraubte.

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