Servus Oberösterreich: Tour-Tagebuch von Jonas Rapp

Rainers Sieg macht ihn in Oberösterreich unsterblich

Von Jonas Rapp

Foto zu dem Text "Rainers Sieg macht ihn in Oberösterreich unsterblich"
Jonas Rapp (links) und Rainer Kepplinger (beide Hrinkow Advarics Cycling) strahlten nach Kepplingers Gesamtsieg | Foto: Eisenbauer

12.06.2022  |  (rsn) - Wir haben es geschafft! Rainer (Kepplinger, d. Red) hat uns heute mit dem Etappen- und Gesamtsieg bei der Oberösterreich Rundfahrt für die jahrelange Arbeit, die im Team steckt, belohnt. Wir sind alle megastolz auf diese Leistung und ich persönlich ziehe den Hut vor Rainer.

Erst seit knapp einem Jahr fährt er Radrennen und heute hat er einen Sieg eingefahren, der ihn im oberösterreichischen Radsport unsterblich macht: Heimsieg - und das absolut verdient, auf herausragende Weise!

Unheimlich abgeklärt hat er sich heute auf den letzten Kilometern abgesetzt und gezeigt, dass er eines der größten Talente, nicht nur im österreichischen Radsport ist.

Was für eine besondere Leistung Rainer heute gelungen ist, weiß ich nur zu gut zu beurteilen. Schließlich ist mir heute das Kunststück gelungen, zum vierten Mal das Podium zu verpassen. Während ich dieses Jahr bei der täglichen Teampräsentation noch stets als dreimaliger Vierter der Oberösterreich Rundfahrt vorgestellt wurde, freue ich mich jetzt schon, nächstes Jahr von Walter Ameshofer, der Stimme des Radsports in Österreich, die Worte vier Mal Vierter zu hören. Aber sind wir mal ehrlich: Es gibt Dinge, die sich schlechter anhören und zumindest zeige ich eine gewisse Konstanz.

Bei aller Freude kann ich nicht ganz von mir weisen, etwas enttäuscht über meine diesjährige Oberösterreich Rundfahrt zu sein. Nach dem Sturz gestern und einer schlaflosen Nacht, fehlten mir heute einfach ein paar Prozent, zu der Form, die ich noch vor einer Woche in Polen hatte. 

Die teils doch recht starken Rückenschmerzen, mit denen ich während der Etappe zu kämpfen hatte, gerieten zwar durch das hohe Tempo am Schlussanstieg schnell in Vergessenheit und behinderten mich ab dann nicht mehr zu stark. Trotzdem aber bleibt eben die Frage, ob nicht mehr drin gewesen wäre.

Für mich heißt es jetzt erstmal wieder komplett fit zu werden und dann in zwei Wochen bei den Deutschen Meisterschaften im Sauerland erneuert anzugreifen.

Zum Abschluss noch ein Riesendank an das gesamte Team. Daniel, Rainer, Michael, Timon und Jaka, ihr habt einen unglaublichen Job gemacht und wir können alle sehr stolz auf unsere Leistung sein.

Viele Grüße,
Euer Jonas

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