Letzter Lauf in Wenholtshausen

Bundesliga-Finale steht im Zeichen der Berg-DM

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Bundesliga-Finale steht im Zeichen der Berg-DM"
Tobias Nolde (P&S Metalltechnik, Mitte) wurde 2021 Deutscher Bergmeister | Foto: P&S Metalltechnik

17.09.2022  |  (rsn) - Die Gesamtwertung der Rad-Bundesliga scheint entschieden. Schließlich weist Spitzenreiter Jon Knolle (Saris Rouvy Sauerland) vor dem letzten Lauf komfortable 88 Punkte Vorsprung auf seinen schärfsten Kontrahent Jan Hugger (Lotto - Kern Haus) auf. Hugger müsste am heutigen Samstag in Wenholthausen schon gewinnen und Knolle dürfte zugleich maximal Rang sieben belegen. Spannung verspricht das Bundesliga-Finale vor allem wegen den Deutschen Bergmeisterschaften, die in das Bundesliga-Rennen integriert sind.

Sowohl bei der Elite als auch in der U23 werden die begehrten Bergtrikots vergeben, so dass gleich drei Rennen in einem ausgetragen werden stattfinden können: Knolle und Hugger duellieren sich um den Gesamtsieg, die Elite und die U23 kämpfen jeweils um die nationalen Meistertrikots.

Gute Erinnerungen an den der zehn Mal zu befahrenden, zwölf Kilometer langen Rundkurs von Wenholthausen hat Tobias Nolde (P&S Benotti), der dort schon 2021 Deutscher Bergmeister wurde und nach seinem Sieg in Sebnitz am vergangenen Wochenende auch diesmal zu den Favoriten zählt. Seine größten Rivalen sind Johannes Adamietz (Saris Rouvy Sauerland), Hugger, Joshua Huppertz und Christian Koch (alle Lotto - Kern Haus).

Bei der U23 ist Alexander Tarlton (Lotto - Kern Haus) ebenfalls die Titelverteidigung zuzutrauen. Er wird sich mit Tom Lindner, Jakob Schmidt (beide P&S Benotti), Moritz Kretschy und Pirmin Benz (beide rad-net Rose) auseinandersetzen müssen. Mit Luca Dressler und Ole Theiler hat Lotto - Kern Haus noch zwei weitere heiße Eisen im Feuer.

Team Sauerland steht schon als Gewinner der Mannschaftswertung fest

Entschieden ist dagegegen die Mannschaftswertung der Rad-Bundesliga. Hier liegt Saris Rouvy Sauerland mit 27 Zählern vor P&S Benotti. Zwar sind in Wenholthausen nochmals 35 Zähler zu vergeben, aber um den Vorsprung noch zu verspielen, müssten die Sauerländer schon einen rabenschwarzen Tag erwischen und nicht in die Punkteränge fahren.

Auch die Bergwertung wird an Saris Rouvy Sauerland gehen. Fest steht nur noch nicht, welcher der Stockman-Zwillinge die Sonderwertung gewinnt. Derzeit führt Michiel Stockman mit vier Zählern Vorsprung auf seinen Bruder Abram. Zum Finale sind maximal fünf Zähler zu holen, so dass Abram die Tagesbergwertung gewinnen müsste, um das innerfamiliäre Duell noch für sich zu entscheiden. In der Sprintwertung dagegen steht er schon als Sieger fest. Er hat vor dem letzten Lauf einen so großen Vorsprung auf die Konkurrenten, dass er am Samstag keine Punkte mehr sammeln muss.

Praktisch entschieden ist zudem die Wertung des besten Jungfahrers (erstes U23-Jahr). Hier liegt der Bulgare Gabriel Grozev (Schnelle Stelle) souverän in Führung. Etwas mehr Spannung verspricht der Kampf um die Wertung des besten Amateurs, in der Sven Thurau (Team Sportforum) die Nase vorn hat, allerdings nur um 42 Zähler vor seinem Teamkollegen Felix Dierking.

 

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