Aktion gegen Hauptsponsor Santos

Tour Down Under: Klima-Aktivisten kleben sich an alte Fahrräder

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Zahlreiche Menschen hielten rund um die Team-Präsentation der Tour Down Under Plakate mit der Aufschrift ´Dump Santos´ - zu Deutsch: ´Santos in den Müll´ - hoch und trugen entsprechende T-Shirts. | Foto: Cor Vos

13.01.2023  |  (rsn) – Die Radsport-Festspiele rund um Adelaide haben begonnen und wurden gleich am ersten Tag von Protesten begleitet. Am Rande der Präsentation der Frauen- und Männer-Teams zur Tour Down Under, die am Samstag mit einem Innenstadt-Kriterium eingeläutet wird, kam es laut Berichten australischer Medien zu Festnahmen zweier Frauen im Alter von 67 und 68 Jahren.

Die beiden sollen der Klima-Aktivisten-Gruppe Extinction Rebellion angehören. Sie blockierten eine Straße vor dem Hauptquartier von Öl- und Gas-Produzent Santos, in dem sie sich mit einem großen Stapel alter Fahrräder zusammenklebten.

Santos ist als größtes Unternehmen in South Australia Titelsponsor der beiden WorldTour-Rundfahrten rund um Adelaide. Die Tour Down Under wird von Events South Australia veranstaltet, einem Ableger der dortigen Tourismus-Behörde. Extinction Rebellion kündigte bereits im Vorfeld Proteste rund um die WorldTour-Rennen an, um darauf hinzuwirken, dass die Behörden sich von Santos als Geldgeber für das Event trennen.

Chris Johnson, Sprecher von Extinction Rebellion in South Australia, erklärte zu den Protesten, dass man absolut nichts gegen Radrennen habe – im Gegenteil. "Ich denke die Leute sind schlau genug, um zu verstehen, dass wir uns hier gegen Santos richten", sagte er laut ABC News. "Die Proteste richten sich auch an die Regierung, die es erlaubt, dass Santos mit diesem Event Sportswashing und Greenwashing betreibt."

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