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02.02.2023 | (rsn) – Mit zwei Ausnahmen wird seit 2003 in Hoogerheide alljährlich entweder ein Weltcuprennen oder eine Weltmeisterschaft ausgetragen. Bereits zum dritten Mal nach 2009 und 2014 findet eine Cross-WM in dem niederländischen Dorf in der Provinz Noord-Brabant statt. Allerdings gestalten die Organisatoren den Kurs immer wieder um – und auch die WM-Strecke 2023 wartet mit einigen Änderungen auf.
Die größte Veränderung wurde 2016 gezwungenermaßen vorgenommen. Denn die Brücke am Scheldeweg, wo sich der Start-Ziel-Bereich befindet, war marode und musste abgerissen werden. Seitdem das Viadukt die beiden natürlichen Erhebungen im Ort nicht mehr miteinander verbindet, schmiegt sich die Straße ans Gelände an, was eine maximal sechs Prozent steile Schlusssteigung zur Folge hat. Am Ende dieses Hügels befindet sich seit sieben Jahr das Ziel.
Erste neuralgische Passage: die Nordschleife
Damals wurde die gesamte Nordschleife des Parcours neu konzipiert und seitdem bildet sie den wichtigeren der beiden neuralgischen Punkte in Hoogerheide. Eingeleitet wird die Passage durch die Balken, bevor es am nördlichsten Punkt der Strecke auf einen – bei trockenem Untergrund – gut befahrbaren Hügel geht. Von dort müssen die Fahrerinnen und Fahrer beim Erste-Hilfe-Zelt eine steile Abfahrt hinunter. Das Zelt steht dort nicht zufällig, 2018 etwa stürzten Jolanda Neff und Pauline Ferrand-Prevot an dieser Stelle schwer.
Direkt danach folgt der “Stairway to Heaven“, wie die 36 Stufen umfassende Treppe genannt wird. Obwohl sie spektakulär aussieht und kräftezehrend ist, hat sie bislang noch nicht für Vorentscheidungen gesorgt. Für die WM wurde die Treppe übrigens in Regenbogenfarben angemalt.
Unmittelbar nach der Treppe folgt die technisch schwerste Passage des Kurses: eine Traverse, die in eine steile Abfahrt in Richtung Zielgerade mündet. Hier können, zumal bei nassen Bedingungen, auf wenigen Metern viele Sekunden gewonnen oder verloren werden. In der letzten Runde kann ein hier entstandener Rückstand nicht mehr aufgeholt werden, denn kurz darauf wartet schon die Zielgerade. Allerdings wurde die Traverse für die WM deutlich verkürzt und somit entschärft.
Die Karte der WM-Strecke von Hoogerheide | Foto: Veranstalter
Zweite neuralgische Passage: der Mittelteil
Bei trockenem Untergrund ist der Kurs in Hoogerheide nicht sonderlich herausfordernd. Es gibt wenige technische Passagen und nur wenige Höhenmeter. Wenn es nass und rutschig wird, ändert sich das allerdings. Das gilt vor allem für den Mittelteil, der dieses Jahr großen Veränderungen unterzogen wurde.
Östlich des kleinen Waldes müssen die Fahrerinnen und Fahrer nun in südliche Richtung und demnach leicht bergauf fahren. Die Steigungsprozente wären zu vernachlässigen, aber bei Nässe bietet der Untergrund hier auch auf Rhinos kaum Halt. In jeder der Kurven ist es dann ein Balanceakt, den nötigen Grip zu finden und auf dem Rad zu bleiben.
Nach einer neu in den Kurs aufgenommenen Schleife über die tiefer gelegene Wiese vor dem VIP-Zelt, wo in der Vergangenheit die Balken lagen, geht es den Hügel am Wald erneut hoch, diesmal allerdings auf Gras. Trotzdem gilt hier Ähnliches wie für die benachbarte Passage: Die Kraft ist bei Nässe schwer auf die Strecke zu übertragen und so kann auch hier viel Zeit gewonnen oder verloren werden.
Das Wetter
Nach einem regnerischen Donnerstag soll es am Freitag tagsüber trocken bleiben. Nur für die Nacht ist etwas Niederschlag vorhergesagt. Die Temperaturen sollen sich tagsüber zwischen acht und zehn Grad Celsius bewegen, dazu soll eine steife Brise aus dem Westen wehen.
Die Temperaturen sollen sich am Samstag nicht ändern, am Vormittag darf bei deutlich weniger Wind sogar mit ein paar Sonnenstunden gerechnet werden. (Wenig) regnen soll erst in der Nacht wieder. Im Verlauf des Vormittags soll der Himmel aufklaren und auch wieder die Sonne durchkommen. Die Temperaturen bleiben wohl weiter stabil, allerdings soll der Wind wieder spürbar auffrischen.
So wird das Mixed-Staffel-Rennen wohl der einzige Wettbewerb auf schwer befahrbarem Untergrund. Die sechs Runden sowieso die Trainings werden die Strecke allerdings entsprechend umpflügen, was sie zumindest auf den Graspassagen nicht einfacher macht.
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