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02.02.2023 | (rsn) – Johannes Adamietz (Lotto Dstny) hat ereignisreiche erste Renntage als Radprofi hinter sich. Auf der 1. Etappe des Etoile de Bessèges (2.1) konnte sich der Ulmer über den Sieg seines Teamkollegen Arnaud De Lie freuen, nur 24 Stunden später erlebte er einen Rennabbruch.
Für seinen erst 20 Jahre alten Kapitän De Lie war Adamietz voll des Lobes. "Arnaud ist eine unglaubliche Erscheinung, ein Wahnsinnstalent. Ich bin absolut beeindruckt“, sagte er zu radsport-news.com. Der Kletterer war zum Auftakt der Rundfahrt anfangs für die Tempoarbeit zuständig und hatte so auch seinen Anteil am ersten Saisonsieg des jungen Belgiers. "Arnaud hat es wunderbar vollendet und sich dann auch bei allen Teamkollegen bedankt. Er ist ein richtiger Leader“, betonte Adamietz.
___STEADY_PAYWALL___Auf der 2. Etappe war er dann wieder als Tempobolzer gefragt, wollte Lotto Dstny doch De Lies Führungstrikot mit einem zweiten Tageserfolg behaupten. "Ich musste die ersten zwei Stunden alleine die Ausreißergruppe unter Kontrolle halten, damit meine Teamkollegen später im Leadout noch frisch sind. Ich bin ja Bergfahrer und habe im Leadout nicht so viel zu sagen, deswegen ist es hier meine Aufgabe, früh die Tempoarbeit zu leisten. Und das habe ich ganz gut hinbekommen“, zeigte sich der Neo-Profi mit seiner Leistung bis etwa 40 Kilometer vor dem Ziel zufrieden.
Auf der 2. Etappe des Etoile des Bessèges war Johannes Adamietz (vorn) bei Lotto Dstny wieder in Sachen Tempoarbeit gefordert. | Foto: Cor Vos
Diesmal konnte De Lie die Vorarbeit seines deutschen Teamkollegen aber nicht vollenden, da das Rennen 22 Kilometer vor dem Ziel nach einem heftigen Massensturz abgebrochen und neutralisiert zu Ende gefahren wurde.
Schon zuvor war es im hektischen Finale zu Stürzen gekommen, in den auch der Lotto-Neuzugang verwickelt war. "In den ersten Sturz war ich insofern verwickelt, dass ich stehenbleiben und ausklicken musste, bin selbst aber nicht gestürzt“, so Adamietz, der sich danach in einer abgehängten Gruppe wiederfand.
Adamietz: “Es war kein schöner Tag“
So befand er sich auch nicht in der Gruppe, in der es nach einer Abfahrt kurz vor einer kleinen Brücke zum deutlich heftigeren Massensturz kam. "Den habe ich nur insofern mitbekommen, weil ich die gestürzten Fahrer am Boden liegen sah, als ich an der Stelle vorbeikam. Die ganze Straße war im Prinzip blockiert“, schilderte Adamietz die Situation. "Danach habe ich dann nur noch gehört, dass das Rennen neutralisiert wurde, da nicht mehr genügend Krankenwagen zur Verfügung standen.“
Der Neoprofi aus Ulm (vorn) hielt in den ersten beiden Rennstunden ganz allein die Ausreißergruppe in Schach. | Foto: Cor Vos
Adamietz berichtete von einem insgesamt sehr hektischen Tag. "Es war windig und es bestand ständig die Gefahr einer Windkante. Dazu war die Strecke auch nicht sonderlich gut abgesichert und die Straßen waren auch nicht in wirklich gutem Zustand. Die Ortsdurchfahrten waren wegen der Speedbumps gefährlich“, so Adamietz, der allerdings trotz vieler gefährlicher Rennsituationen von verhältnismäßig wenigen Unfällen berichtete.
Auch der Sturz, der ihn ausgebremst hatte, sei ein üblicher Rennunfall gewesen. "Der zweite an der Brücke, der war aber schon ziemlich schlimm“, meinte Adamietz. Auch einen seiner Teamkollegen erwischte es. Er wird derzeit noch im Krankenhaus untersucht. "Wir hoffen, dass es nicht allzu schlimm ist. Wir warten aber noch auf nähere Informationen. Es war kein schöner Tag“, sagte Adamietz abschließend.
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