Die Stimmen der 14. Etappe des Giro d’Italia

Armirail: “Ich hatte nicht eine Sekunde an Rosa gedacht“

Foto zu dem Text "Armirail: “Ich hatte nicht eine Sekunde an Rosa gedacht“"
Bruno Armirail (Groupama - FDJ), der erste Franzose seit 24 Jahren im Maglia Rosa | Foto: Cor Vos

20.05.2023  |  (rsn) - In einem hochdramatischen Finale der 14. Etappe sicherte sich Nico Denz (Bora – hansgrohe) seinen zweiten Tageserfolg beim 106. Giro d’Italia. Erst auf dem letzten Kilometer schloss der Deutsche mit einigen Fahrern auf eine dreiköpfige Führungsgruppe auf und gewann den Sprint knapp vor dem Kanadier Derek Gee (Israel – Premier Tech). Dritter wurde der Italiener Alberto Bettiol (EF Education – EasyPost). Auch in der Gesamtwertung gab es eine Überraschung, denn der Franzose Bruno Armirail kletterte vom 23. Rang auf den ersten und ist der neue Träger des Maglia Rosa.

Nico Denz (Bora – hansgrohe / Etappensieger): "Ich wollte entweder um den Sieg fahren, oder mit wehenden Fahnen untergehen. Wenn man schon einen Sieg in der Tasche hat, dann willst du nicht Vierter werden. Ich ging direkt an Bettiols Hinterrad und gab alles bis zur Linie. Es hat gereicht. Ich versteh gar nicht, was hier abgeht gerade, aber so kanns gerne noch eine Woche weitergehen"

Derek Gee (Israel – Premier Tech / Tageszweiter): "Simon Clarke wohnt in dieser Gegend und seine Erfahrung ist unglaublich viel wert. Wir waren zu dritt in der Gruppe und haben gut gearbeitet. Es ist schade, dass ich das heute nicht vollenden konnte. Es fehlt ganz wenig auf den Sieg, aber mit der Leistung in diesem Giro bin ich sehr zufrieden."

Alberto Bettiol (EF Education EasyPost / Etappendritter): "Dieser Giro ist schwierig. Du brauchst etwas Glück um eine Etappe zu gewinnen. Heute lief es gut, wir kamen am Ende noch einmal ran. Ich habe aber den Sprint vermasselt und das tut mir leid. Ich denke, das war heute eine der letzten Möglichkeiten für mich. Aber die Beine werden immer besser. Der Sprint war einfach zu lange."

Davide Ballerini (Soudal - Quick Step / Etappenfünfter): "Das waren so schwierige Tage für mich zuletzt. Ich habe alles in diese Etappe gelegt, habe alles reingelegt, aber es hat nicht gereicht. Es war schwer, wir haben als Team viel durchgemacht. Ich wollte heute zeigen, dass ich gute Beine habe. Heute hat mich was gepusht, aber ich konnte es nicht abschließen."

Bruno Armirail (Groupama – FDJ / Neuer Gesamtführender nach 14. Etappen): "Ich wollte die Etappe gewinnen, hatte nicht eine Sekunde an Rosa gedacht. Natürlich haben wir darüber gescherzt. Es ist unglaublich. Ich wäre enttäuscht gewesen, hätte es nicht mehr geklappt als der Vorsprung bei 15 Minuten war. Die Realität erreichte mich aber erst auf der Ziellinie, als das Feld ankam. Ich war todmüde. Es ist ein Traum, der für mich in Erfüllung geht."

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