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31.05.2023 | (rsn) – Um ganze 14 Sekunden musste sich Geraint Thomas (Ineos Grenadiers) beim 106. Giro d'Italia Primoz Roglic (Jumbo – Visma) geschlagen geben. Der 33-jährige Slowene nahm dem Briten am vorletzten Tag im Bergzeitfahren zum Monte Lussari noch das Rosa Trikot ab und feierte seinerseits seinen ersten Gesamtsieg bei der Italien-Rundfahrt.
Im Radsport-Podcast Watts Occuring, den Thomas gemeinsam mit seinem Teamkollegen Luke Rowe betreibt, blickte der Waliser auf die vergangenen drei Wochen zurück, die ihm alles abverlangt hatten. “Um ehrlich zu sein, bin ich ein gebrochener Mann. Es ist nicht so, dass wir eine verrückte Nacht hatten, aber der Körper sagt einfach Stopp. Ich konnte nur ein halbes Bier trinken, weil mein Magen so verdreht von all den Gels in der letzten Giro-Woche“, sagte der 37-Jährige.
Tief enttäuscht zeigte sich der Ineos-Profi darüber, dass er das Rosa Trikot, das er an insgesamt sechs Renntagen trug, nicht bis nach Rom bringen konnte. “Ich war noch nie in einer so guten Mannschaft, vor allem was die Stimmung angeht. Alle acht Jungs waren großartig. Das ist es, worüber ich am meisten enttäuscht war: dass ich es nicht zu Ende bringen konnte“, betonte Thomas.
Bei seinem möglicherweise letzten Giro d’Italia sprang mit Rang zwei zwar das mit Abstand beste Ergebnis für Thomas heraus, doch im entscheidenden Bergzeitfahren erwies sich Roglic als der deutlich stärkere, der sich auch von einer heruntergesprungenen Kette nicht bremsen ließ. “Eine Meile vor dem Gipfel spürte ich es, dass ich nicht mehr weitermachen konnte. Das war der Moment, in dem ich dachte: Scheiße“, so der Tour-de-France-Gewinner über die Szene, in der alle seine Träume zerstoben.
Thomas blickte trotz der Enttäuschung aber bereits voraus. Nach einer Erholungspause stehen im Juni die nächsten Einsätze an. “Die Britischen Meisterschaften sind meine nächsten Rennen“, kündigte er an. In der zweiten Saisonhälfte werden möglicherweise sogar noch zwei Highlights folgen. “Die Weltmeisterschaft ist ein großes Ziel, denn sie findet in Großbritannien statt (Glasgow, d. Red.). Möglicherweise folgt auch die Vuelta a Espaaa. Aber das werden wir sehen“, sagte Thomas, der bisher erst einmal am Start der Spanien-Rundfahrt stand. Im Jahr 2015 beendete er die letzte Grand Tour des Jahres auf dem 69. Platz.
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