Huppertz als Ausreißer kurz vor Ziel gestellt

Van Merksteijn Classic: Ewan ohne Zweifel zum ersten Saisonsieg

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Van Merksteijn Classic: Ewan ohne Zweifel zum ersten Saisonsieg"
Caleb Ewan (Lotto Dstny) freut sich über seinen ersten Saisonsieg. | Foto: Cor Vos

27.05.2023  |  (rsn) – Während Lotto Dstny durch den Australier Caleb Ewan bei der Van Merksteijn Fences Classic (1.1, ehemals GP Marcel Kint) den zweiten Sieg in Serie einfahren konnte, mussten die deutschen Kontinental-Mannschaften gegen die WorldTour- und ProTeam-Konkurrenz ohne Spitzenergebnis die Heimreise antreten.

Ewan setzte sich nach 199 Kilometern zwischen Kortrijk und Zwevegem im Sprint eines knapp 50 Fahrer starken ersten Feldes gegen den Belgischen Meister Tim Merlier (Soudal – Quick-Step) und dessen Landsmann Gerben Thijssen (Intermarch – Circus – Wanty) durch und trat damit die Nachfolge seines Teamkollegen Arnaud De Lie an.

“Der erste Saisonsieg fühlt sich wirklich gut an. Ich war in diesem Jahr schon ein paar Mal nahe dran und bin froh, dass das Team weiter an mich geglaubt hat. Ich selbst habe auch nicht angefangen, an mir zu zweifeln“, sagte Ewan nach dem Rennen.

Bester deutscher Starter war Luca Dreßler (Lotto – Kern Haus), der auf Platz 26 über den Zielstrich fuhr, auch sein Teamkollegen Daniel Schrag kam in der ersten Gruppe an.

Lotto – Kern Haus war zudem durch Joshua Huppertz in der Ausreißergruppe des Tages vertreten. Acht Kilometer vor dem Ziel hatten die sieben Spitzenreiter noch 30 Sekunden Vorsprung, doch die Sprinterteams ließen nichts anbrennen.

"Unser erstes Ziel war es, einen Fahrer in die Gruppe zu bekommen. Das haben wir geschafft. Wir haben ganz gut harmoniert und uns einen Schlachtplan zurechtgelegt. Leider hat es am Ende nicht ganz gereicht“, sagte Huppertz, der mit seinen Begleitern fünf Kilometer vor dem Ziel wieder eingeholt war, zu radsport-news.com.

Den Sprint wollte Lotto – Kern Haus für Leslie Lührs anfahren, doch im hektischen Finale fand die Koblenzer Equipe nicht wie geplant zueinander, so dass kein Spitzenresultat heraussprang. "So ist das eben bei einem .1-Rennen, da muss schon alles zusammenlaufen, dass man vorne mit reinfahren kann“, ergänzte Huppertz.

Zwei Positionen hinter Dreßler überquerte der Schweizer Dominik Weiß als bester Fahrer von Saris Rouvy Sauerland den Zielstrich. "Es war ein superschneller Start mit viel Gespringe. Die Strecke hatte viele Kurven und war windanfällig. Es lief für uns ganz gut, nur leider haben wir die Gruppe des Tages verpasst“, so Teamchef Jörg Scherf zu radsport-news.com. Bei dem hektischen Rennen seien mit einer Ausnahme alle Fahrer heil ins Ziel gekommen. "Nur unser Pechvogel Lennart Voege hatte Sturz und Defekt“, sagte Scherf und fügte an: “Auch unsere Erstjährigen haben sich heute gut geschlagen.“

Auch Storck – Metropol Cycling hatte einen Fahrer in der ersten Gruppe platzieren können. Für Toni Franz sprang am Ende Rang 40 heraus. "Leider konnte ich im Finale nicht in die entscheidende Position kommen, um für UCI-Punkte zu fahren“, meinte er zu radsport-news.com.

Pech hatte zudem Dominik Merseburg. Der Road Captain des Teams wurde in der schnellen Auftaktphase durch einen Defekt aufgehalten und schaffte danach auf dem verwinkelten Kurs bei hoher Geschwindigkeit nicht mehr den Anschluss. “Der Rest der Jungs hielt sich wacker“, so Franz, der am Montag mit seinen Teamkollegen Paris-Troyes (1.2) bestreiten wird. "Dort werden wir versuchen, ein schönes Ergebnis zu erzielen“, kündigte er an.

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