Bora-Kapitän nun Neunter der Tour de Suisse

Uijtdebroeks kam am Albulapass nicht in den Rhythmus

Von Joachim Logisch

Foto zu dem Text " Uijtdebroeks kam am Albulapass nicht in den Rhythmus"
Cian Uijtdebroeks (Bora - hansgrohe) kämpft sich ins Ziel. | Foto: Cor Vos

15.06.2023  |  (rsn) - Auch auf der 211 Kilometer langen Königsetappe der Tour de Suisse von Fiesch nach La Punt lieferte Bora – hansgrohe wieder eine gute Leistung ab, auch wenn Cian Uijtdebroeks diesmal nicht so gut mithalten konnten wie in den vergangenen Tagen. Der 20-jährige Belgier kam 1:21 Minuten nach dem um sieben Monate älteren Tagessieger Juan Ayuso (UAE Team Emirates) als Zwölfter ins Ziel. In der Gesamtwertung fiel der Bora-Kapitän um einen Platz auf Rang 9 und hat nun 1:57 Minuten Rückstand auf den neuen Spitzenreiter Mattias Skjelmose (Trek – Segafredo), der sich das Gelbe Trikot vom Österreicher Felix Gall (AG2R – Citroen) zurückholte.

Uijtdebroeks hielt sich bis zum Schlussanstieg auf den Furkapass in der Favoritengruppe auf. Als Felix Gall (AG2R – Citroen) aber 17 Kilometer vor dem Ziel im Kampf um sein Gelbes Trikot das Tempo verschärfte, konnte Uijtdebroeks wie auch Weltmeister Remco Evenepoel (Soudal – Quick-Step) und einige andere nicht mehr mithalten.

"Es war ein wirklich harter Tag heute. Schon im ersten Anstieg war das Tempo sehr hoch, und dann kamen wir nach fast fünf Stunden zum Schlussanstieg, wo ich gemerkt habe, dass die Beine nicht in Topform sind", erklärte der Bora-Kapitän in der Pressemitteilung seines Teams.

Doch Uijtdebroeks steckte nicht auf. "Ich habe alles gegeben, aber die Rhythmuswechsel fielen mir sehr schwer. Es sieht so aus, als ob Remco in einer ähnlichen Situation war. Am Ende versuchten wir, einfach gemeinsam so hart wie möglich bis zur Ziellinie zu fahren", erklärte er den Verlauf der letzten Kilometer.

Vorher hatten seine Teamkollegen Marco Haller und Sergio Higuita in der Ausreißergruppe des Tages die Fahnen der deutschen Mannschaft hochgehalten, was ihren Sportlichen Leiter Jens Zemke zufriedenstellte: "Wir haben heute wieder eine gute Teamleistung gesehen, mit Sergio und Marco in der großen Spitzengruppe. Wir sollten auch nicht vergessen, dass der jüngste Fahrer bei diesem Rennen, Cian Uijtdebroeks, bei einer der größten Rundfahrten der Welt immer noch in der Top Ten ist. Also mit dem neunten Gesamtrang nach der heutigen Etappe war das nochmals eine starke Leistung von ihm", lobte der Frankfurter Coach.

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