Schweinberger und Riedmann auf 2 und 3

Pirrone holt sich als Solistin die Premiere des GP Stuttgart

Von Felix Mattis aus Stuttgart

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Elena Pirrone (Israel - Premier Tech - Roland) ist die erste Siegerin in der Geschichte des Women´s Cycling Grand Prix Stuttgart. | Foto: Women´s Cycling Grand Prix Stuttgart / Roth Foto

16.07.2023  |  (rsn) – Keine Deutsche, sondern eine Südtirolerin hat die Premiere des Women's Cycling Grand Prix in Suttgart (Kat. 1..2) für sich entschieden: Nach 105 hügeligen Kilometern setzte sich in der Hohenstaufenstraße in der Stuttgarter Innenstadt Elena Piroone (Israel – Premier Tech – Roland) als Solistin durch. Die Junioren-Weltmeisterin von Bergen 2017 gewann das neue deutsche UCI-Frauenrennen mit 23 Sekunden Vorsprung auf ein knapp 30-köpfiges Verfolgerinnenfeld.

Dort sprintete auf der ansteigenden Zielgeraden die Österreicherin Kathrin Schweinberger (Ceratizit – WNT) vor Linda Riedmann (Nationalteam Deutschland / Jumbo – Visma) auf den zweiten Platz. Flora Perkins (Fenix – Deceuninck) aus Großbritannien wurde Vierte, die Polin Daria Pikulik (Human Powered Health) Fünfte in einem sehr international besetzten Starterfeld.

"Ich habe den Giro d'Italia Donne in den Beinen, aber ich fühlte mich gut und mein Ziel für heute war das Podium. Als ich zum letzten Mal an der Spitzkehre war, habe ich realisiert, dass ich immer noch einen großen Vorsprung habe. Ab da habe ich an den Sieg geglaubt und bin die letzten 2,5 Kilometer einfach nur noch Vollgas gefahren. Ich habe fast geweint, denn es ist mein erster Profisieg", freute sich Pirrone im ersten Interview beim SWR. "Für mich ist es richtig emotional, hier zu gewinnen und ich bin einfach nur glücklich."

So lief der Women's Cycling Grand Prix Stuttgart:

Angesichts der kurzen Distanz von 105 Kilometern, machten die großen Teams von Beginn an das Rennen schwer. So übte Romy Kasper (AG Insurance – Soudal – Quick-Step) bereits nach gut 25 Kilometern Druck aus und setzte sich allein ab. Da aber niemand mit der 35-jährigen DM-Dritten mitfahren wollte, blieb Kasper allein, bis in der bis zu 15 Prozent steilen Rampe von Gerlingen hinauf in Richtung Schloss Solitude vier weitere Fahrerinnen aus dem bereits dezimierten Hauptfeld zu ihr vorsprangen: Clara Koppenburg (Nationalteam Deutchland), Pirrone, Schweinberger und Kaspers Teamkollegin Mireia Benito.

Zu fünft fuhren sie rund eine halbe Minute Vorsprung auf das nur noch etwa 20-köpfige erste Feld heraus und passierten so auch das Ziel am Marienplatz ein erstes Mal. Dort begannen die vier jeweils fünf Kilometer langen Schlussrunden, doch schon auf der ersten davon fuhr Pirrone ihren Begleiterinnen davon.

Die Italienerin vergrößerte in der Folge ihren Vorsprung langsam und kontinuierlich, bis ihre Verfolgerinnen am Ende der dritten Schlussrunde vom Feld eingeholt wurden. Mit einer knappen halben Minute Vorsprung ging es für Pirrone auf die letzte der schweren Schlussrunden, und auch da büßte die Junioren-Weltmeisterin von 2017 keine Zeit mehr ein, so dass sie letztlich einem überlegenen Sieg entgegenfuhr.

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