Kretschy und Theiler verpassen bei WM Top Ten

Grabsch: “Haben aktuell nicht die Zeitfahrer auf Weltklasseniveau“

Von Christoph Adamietz

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Moritz Kretschy im WM-Zeitfahren der Klasse U23 | Foto: Cor Vos

09.08.2023  |  (rsn) – Im WM-Zeitfahren der U23 ist eine Überraschung durch die beiden deutschen Starter ausgeblieben. Beim Sieg des Italieners Lorenzo Milesi mussten sich Moritz Kretschy und Ole Theiler auf dem 36,2 Kilometer langen Kurs von Stirling mit den Plätzen 28 und 40 zufriedengeben.

Während der Deutsche U23-Zeitfahrmeister Kretschy 2:57 Minuten Rückstand aufwies, lag der DM-Dritte Theiler 3:48 Minuten hinter dem neuen Weltmeister. Beide zählen allerdings nicht zu den Zeitfahrspezialisten, sondern haben ihre Stärken bei Klassikern und und Rundfahrten.

“Es war ein hartes Zeitfahren und erwartungsgemäß konnte sich keiner der beiden Jungs ganz vorne platzieren“, kommentierte U23-Bundestrainer Ralf Grabsch das WM-Rennen gegenüber radsport-news.com.

Allerdings sei in seiner Bewertung nicht die Platzierung seiner Fahrer entscheidend, sondern die Leistungsdaten, die beide abriefen. “Und da muss man schon sagen, dass Kretschy nicht so schlecht unterwegs war“, betonte der Bundestrainer.

Kretschy selbst war mit der gezeigten Darbietung ebenfalls einverstanden. "Ich bin die ganze Zeit eine gute Pace gefahren und mit meiner Leistung zufrieden. Es war von vornherein klar, dass es nicht für die vorderen Platzierungen reicht, da der Kurs zu flach und zu unspektakulär für einen Fahrer wie mich war", so Kretschy zu radsport-news.com.

Auch Grabsch hatte schon vor dem Start nicht damit gerechnet, dass die derzeit besten deutschen U23-Athleten im Kampf gegen die Uhr ganz vorne würden mitmischen können. “Wir haben aktuell einfach nicht die Zeitfahrer auf Weltklasseniveau“, so Grabsch, der aber nach wie vor davon überzeugt ist, dass im Straßenrennen am Samstag eine “ordentliche Platzierung“ herausspringen wird. Auch Kretschy zeigte sich angesichts seiner Form "ganz zuversichtlich für das Straßenrennen".

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