Zweiter Vuelta-Etappensieg das letzte Ziel

De Gendt kündigt Rücktritt für Ende 2024 an

Von Felix Mattis

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Thomas De Gendt (Lotto - Dstny) | Foto: Cor Vos

18.11.2023  |  (rsn) – Thomas De Gendt (Lotto – Dstny) wird im kommenden Jahr seine letzte Saison als Straßenprofi bestreiten. Das hat der Belgier am Samstagmorgen auf seinen Social-Media-Kanälen angekündigt und dabei auch gleich noch zwei Ziele genannt:

"2024 wird meine 16. und letzte Saison als Profi sein. Meine großen Ziele sind ein sechster Etappensieg bei der Katalonien-Rundfahrt und ein zweiter Etappensieg bei der Vuelta a Espana. Aber über allem steht, jedes einzelne Rennen in meinem letzten Jahr zu genießen", ließ der 37-Jährige wissen.

In einem Interview mit GCN ging De Gendt anschließend noch etwas tiefer ins Detail. "Ich werde am Ende dieses Vertrags 38 sein. Das ist ein schönes Alter, um aufzuhören. Wenn ich es mir wirklich aussuchen könnte, würde ich am liebsten 2025 beim Giro aufhören, wenn es eine Ankunft am Stelvio gäbe. Aber um wirklich ehrlich zu sein, habe ich keine Chance, noch einen Vertrag dafür zu bekommen. Außerdem werden meine Kinder älter und beginnen sich zu beschweren, dass ich so viele Wochen weg von zu Hause bin. Es ist gut, eine Abschiedssaison zu haben und dann schauen wir weiter", so De Gendt da und ließ sich noch eine Hintertür offen:

"Wenn ich meine besten Beine wiederfinde, kann ich meine Meinung immer noch ändern und den Rücktritt um ein Jahr verschieben, aber ich denke es ist ziemlich endgültig", erklärte er und blickte außerdem auf seine Karriere zurück: "Meine Highlights waren natürlich die Siege. Es war immer ein Traum, bei einer Grand Tour eine Etappe zu gewinnen und das habe ich fünf Mal geschafft. Insgesamt habe ich nicht so viele Rennen gewonnen, aber ich hatte eine schöne Karriere."

De Gendt gewann, seit er 2009 bei Topsport Vlaanderen – Mercator Profi wurde, 17 Rennen – und fast alle auf allerhöchstem WorldTour-Niveau: je zwei Etappen beim Giro d'Italia und der Tour de France, eine bei der Vuelta a Espana. Dazu kamen fünf Tagessiege bei der Katalonien-Rundfahrt und zwei bei Paris-Nizza sowie je einer beim Critérium du Dauphiné, der Tour de Suisse und der Tour de Romandie. Hinzu kam ein dritter Gesamtrang beim Giro d'Italia 2012.

Eine ganz besondere Verbindung zum Stelvio

Damals in Italien feierte De Gendt auf dem Stilfserjoch seinen ersten Grand-Tour-Etappensieg und machte einen Tag später als Fünfter im Einzelzeitfahren von Mailand auch seinen Podestplatz am Rundfahrtende perfekt. Aus dieser Geschichte rührt wohl auch sein Traum, noch einmal beim Giro hinauf zum Stelvio zu fahren. 2024 wird der Giro den Stelvio zwar ebenfalls überqueren, da aber zu Beginn der 16. Etappe von Bormio aus und nicht als Zielankunft von der berühmteren anderen Seite.

So richtig beliebt wurde De Genft in den Jahren nach seinem Giro-Durchbruch als Ausreißerkönig. So fuhr er sich in die Herzen zahlreicher internationaler Radsport-Fans und feierte seine weiteren Siege. "Vielleicht habe ich ein paar andere Fahrer motiviert, auch so zu fahren und ihnen gezeigt, dass man nicht immer im Feld aufs Ende des Rennens warten muss", sagte der Belgier über sein Vermächtnis.

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