RSNplusAls Neo gleich bei den ganz harten Events

Wilksch “genießt“ Strade-Debüt: “Richtig geiles Rennen“

Von Felix Mattis aus Siena

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Hannes Wilksch (Tudor)| Foto: Cor Vos

03.03.2024  |  (rsn) – Hannes Wilksch (Tudor) eilt ein Ruf voraus. Dem 22-Jährigen wird nachgesagt, dass er einmal ein Mann für die ganz schweren Rennen werden könnte. Als wolle man dieser Erwartung entsprechen, hat der Neo-Profi für seine ersten beiden WorldTour-Einsätze nun auch genau solche Rennen vorgesetzt bekommen:

Sein WorldTour-Debüt gab Wilksch zum Saisonabschluss 2023, nachdem er im August in die ProContinental-Mannschaft hochgezogen wurde, gleich bei einem Monument, der Lombardei-Rundfahrt. Und als zweites WorldTour-Event suchte die Teamleitung für den Youngster nun das 'heimliche sechste Monument' aus, wie Strade Bianche auch genannt wird.

Mit dem Kampf um die Spitzenergebnisse hatte Wilksch dabei nichts zu tun. Das zu erwarten, wäre aber wohl auch vermessen gewesen. Dafür schien der Youngster großen Spaß gehabt zu haben, auf den weißen Schotterstraßen der Toskana. Im Ziel jedenfalls war er, mit Matschspritzern übersät, im Gespräch mit radsport-news.com gut aufgelegt: ___STEADY_PAYWALL___

"Es war cool – ein richtig geiles Rennen! Ich habe es genossen", sagte er. Lange Antworten mit vielen Wörtern kamen nicht aus dem Mund des Junioren-Weltmeisters in der Mannschaftsverfolgung von 2019. Doch das dürfte auch der extremen Anstrengung nach dem schweren und erstmals 215 Kilometer langen Rennen geschuldet sein.

"Es war super hart. Ich hatte eigentlich einen ganz guten Tag, bin aber in einen Sektor etwas zu weit hinten reingefahren – und dann ging das Radrennen los und für mich war es zu Ende", sagte er. "Aber in Zukunft könnte mir dieses Rennen ganz gut liegen. Die Stimmung ist cool – ich bin ja auch letztes Jahr schon die Lombardei gefahren, das war ähnlich."

Über Malaga-Camp zum nächsten Ziel: Coppi e Bartali

Zwischen seine WorldTour-Einsätze mischt das Schweizer ProTeam Tudor immer wieder auch kleinere Rennen. Dort soll sich der Gesamtdritte des Giro Next Gen (ehemals Baby Giro) aus dem vergangenen Jahr mit Resultaten auch Selbstvertrauen holen. Die Settimana Coppi e Bartali (2.1), bei der er 2023 bereits am Start stand und 45. wurde, wird Ende März nun sein nächstes Rennen sein. Danach geht es mit dem Nachfolger des Giro di Sicilia in den Abruzzen weiter und schließlich Ende April zur Tour de Romandie in die Schweiz zu seinem ersten WorldTour-Etappenrennen.

"Zuerst geht es jetzt aber in ein Trainingslager nach Malaga, um mich auf Coppi e Bartali vorzubereiten", erklärte Wilksch. "Die Form ist an sich gut, aber es gilt noch ein paar Kleinigkeiten zu verbessern."

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