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24.03.2024 | (rsn) - Zu den auffälligeren Fahrern der Katalonien-Rundfahrt (2.UWT) gehörte auch ein junger Mann in Pink. Georg Steinhauser von EF Education – EasyPost bewies sein Talent vor allem auf den letzten Etappen, zu einem Zeitpunkt, an dem viele Konkurrenten schon das Ende der Rundfahrt herbeisehnten, weil ihre Körper nach vielen Höhenmetern und langen Rekordfahrten müde waren.
So überzeugte Steinhauser auch am letzten Tag der 103. Volta Ciclista a Catalunya rund um Barcelona erneut in der Ausreißergruppe des Tages mit Ander Okamika (Burgos - BH), Harrison Wood (Cofidis), Jimmy Janssens (Alpecin - Deceuninck) und Idar Andersen (Uno X), die sich früh gebildet hatte und rund zwei Minuten Vorsprung herausfahren konnte.
"Ich habe mich hier Tag für Tag besser gefühlt. Wir wussten, dass die einzige Option heute war, es über die Ausreißergruppe zu versuchen. Das habe ich getan. Wir sind alle sehr gut gefahren und hier am Anstieg (Montjuic) waren die Beine entscheidend", sagte er im Zielinterview gegenüber Eurosport. "Auf diesem Rundkurs ist es sehr schwer, weil es die ganze Zeit nur rauf und runter geht. Alles, was Du hier tun kannst, ist Vollgas geben – das habe ich auch versucht", fuhr der gelernte Metallbauer fort.
Der 22-jährige Allgäuer, Sohn von Ex-Profi Tobias Steinhauser und Neffe von Jan Ullrich, wurde als letzter Fahrer des Quintetts erst 14 Kilometer vor Schluss kurz nach der vorletzten Passage des steilen Olympiaberges Montjuic von den Verfolgern um den späteren Tages- und Gesamtsieger Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) gestellt.
Stark war Steinhauser auch am Tag davor im Finale der 6. Etappe zur Bergankunft in Queralt gefahren, als er auf dem Weg zum Schlussanstieg in der ersten größeren Gruppe fuhr und schließlich hinter Pogacar, Egan Bernal (Inoes Grenadiers) und Mikel Landa (Soudal - Quick-Step) als 18. mit 4:23 Minuten Rückstand das Ziel erreichte.
Schon im Verlauf des fünften Tagesabschnitts hatte sich Steinhauser in einer fünfköpfigen Fluchtgruppe befunden, die aber von den Top-Teams eingeholt wurde, die um den Sieg sprinten wollten. Dass diese Volta Ciclista a Catalunya keine Rundfahrt für Ausreißer war, musste er anerkennen: "Die großen Teams hier wollten viel gewinnen. Aber wir haben es versucht und wir werden es weiter versuchen", kündigte er an, nach bereits sieben Podiumsplatzierungen um seinen ersten großen Sieg zu kämpfen.
Doch zunächst ist eine Rennpause eingeplant. Steinhauser: "Für mich stehen jetzt Höhentraining und die Tour of the Alps an. Und dann schauen wir mal wegen des Giro."