“Das ist mir neu“ – “Für mich gilt dasselbe“

Froome und Woods reagieren auf L´Equipe-Bericht

Von Felix Mattis

Foto zu dem Text "Froome und Woods reagieren auf L´Equipe-Bericht"
Chris Froome (Israel - Premier Tech) gibt Autogramme beim Critérium du Dauphiné. | Foto: Cor Vos

03.06.2024  |  (rsn) – Chris Froome und Michael Woods haben über die Social-Media-Plattform X auf einen Bericht der L'Equipe reagiert, in dem am Montag nahegelegt worden war, es habe im vergangenen Jahr Meinungsverschiedenheiten beim Team Israel – Premier Tech gegeben und Froomes Ausbootung aus dem Tour-de-France-Kader sei damals auch aufgrund des ausdrücklichen Wunsches von Tour-Kapitän Woods zustande gekommen.

"Das ist mir neu", schrieb Froome auf X mit einem lachenden Emoji und fügte die Frage hinzu: "Wie ist das bei dir, @rusty_woods (Michael Woods-X-Kanal, Anm. d. Red.)?" Der Kanadier antwortete: "Haha, für mich gilt dasselbe Kumpel."

Am Start der 2. Etappe beim Critérium du Dauphiné, das Froome in seiner Vorbereitung auf die 111. Tour de France bestreitet, während Woods die Frankreich-Rundfahrt diesmal auslässt, nachdem er den Giro d'Italia mit einer Gehirnerschütterung hatte verlassen müssen, ging Froome auch noch ernsthafter auf das Thema ein:

"Das scheint mir eine völlige Verfälschung der Ansichten im Team zu sein, insbesondere in Bezug auf mich und Woodsy, wenn man behauptet es gäbe eine Fehde zwischen uns. Wir sind gute Freunde", erklärte Froome dort laut cyclingnews.com und betonte außerdem, dass er sich seines Tour-Starts auch in diesem Jahr alles andere als sicher sei.

"Es wird schwer, es ins Team zu schaffen. Ich denke das hängt ganz stark davon ab, welche Ziele wir als Team verfolgen werden. Momentan sieht es danach aus, dass wir auf Etappenjagd gehen. Wir alle haben gute Möglichkeiten hier beim Critérium du Dauphiné und der Tour de Suisse, um zu zeigen, wie fähig wir sind, dieses Ziel des Teams zu erreichen. Ich werde versuchen, in eine Gruppe zu kommen und mich zu zeigen, während ich meine Form aufbaue und etwas Rennintensitäten suche", so Froome.

Im Bericht der L'Equipe hatte sich die französische Sporttageszeitung auf eine anonyme Person aus dem Umfeld von Froome berufen, die erzählt hatte, Woods sei im vergangenen Jahr für Froomes Tour-Ausbootung mitverantwortlich gewesen. Mit der Leistung des Kanadiers sei man dann aber nicht zufrieden gewesen. In diesem Jahr nun fahre Froome sicher wieder mit, weil das Team den Marketingwert, den vierfachen Tour-Sieger dabei zu haben, nun besser zu schätzen wisse.

Verbrugghe: "Das ist Bullshit!"

Israel-Premier Tech-Sportdirektor Rik Verbrugghe erklärte cyclingnews.com dazu aber nun ebenfalls: "Das ist Bullshit. Ich habe keine Ahnung, wo diese Info herkam." Eine Nominierung von Froome, der sich im März bei Tirreno-Adriatico das Kahnbein brach und erst vor einer Woche in den Rennbetrieb zurückkehrte, werde einzig und allein von dessen Leistungsfähigkeit abhängen, so der Belgier.

"Zuallererst war Chris Froomes Nichtnominierung im letzten Jahr eine Entscheidung aufgrund der Performance und die Entscheidung des Teams, um ein starkes Team am Start der Tour de France zu haben. Woodsy hat eine Etappe (am Puy de Dome, Anm. d. Red.) gewonnen und das war das Ziel für die Tour de France. Die Eigentümer des Teams waren superhappy mit seiner Leistung. Es gibt auch keine Spannungen zwischen den beiden Fahrern. Und es gibt auch keinen Druck von irgendeinem unserer Sponsoren, Chris Froome zur Tour de France zu bringen", so Verbrugghe deutlich.

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