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03.07.2024 | (rsn) – ”Aus Fünf mach Zwei” – so lautete die Aufgabe von André Greipel in den letzten Wochen. Für die Olympischen Spiele in Paris hatte er bei den Männern zwei Startplätze für das Straßenrennen und den einen im Zeitfahren zu vergeben. Dafür hatte der Bundestrainer fünf Kandidaten. Während sich Maximilian Schachmann (Red Bull – Bora - hansgrohe), der für beide Wettkämpfe nominiert wurde - und Nils Politt (UAE Team Emirates) freuen dürfen, endet der Olympische Traum für Georg Zimmermann (Intermarché – Wanty), John Degenkolb (dsm-firmenich – PostNL) und Maximilian Walscheid (Jayco – AlUla).
Als Marco Brenner (Tudor) Deutscher Meister wurde, hatte sich das Quintett noch gegenseitig in Manndeckung genommen. Statt gegeneinander werden zumindest Schachmann und Politt in Paris miteinander “spielen“. Der Red-Bull-Athlet darf dabei in beiden Straßenwettbewerben antreten. “Ich freue mich riesig, wieder bei den Olympischen Spielen dabei zu sein. Die Spiele haben eine besondere Strahlkraft und einen hohen Stellenwert für mich. Deshalb widme ich mich in den kommenden drei Wochen einer spezifischen Vorbereitung auf dieses Event“, wurde der 30-Jährige, der in Tokio 2021 Zehnter im Straßenrennen wurde, in einer BDR-Pressemitteilung mit Blick auf seine zweiten Spiele zitiert.
Sein Teamkollege für einen Tag wird in Paris nur einen Auftritt haben, obwohl er bei der Zeitfahr-DM 17 Sekunden schneller als Schachmann war und so seinen Titel verteidigte. “Ich bin extrem motiviert, dass ich bei den Spielen dabei sein darf und konzentriere mich zu 100 Prozent auf das Straßenrennen. Ich bin sehr gespannt, wie das ablaufen wird. Auch, weil wir nur mit zwei Fahrern starten dürfen und andere Nationen wie Belgien oder Dänemark besser aufgestellt sind“, so Politt. Der ebenfalls 30-Jährige wird bei den 33. Sommerspielen der Neuzeit am 4. August seine Olympia-Premiere geben. Das Zeitfahren findet bereits am 27. Juli statt.
Bei den Frauen gibt es keine Überraschungen. Im Straßenrennen werden Liane Lippert (Movistar), Antonia Niedermaier (Canyon – SRAM) und die Deutsche Meisterin Franziska Koch (dsm-firmenich – PostNL) die deutschen Farben vertreten. Im Zeitfahren kommt neben Niedermaier auch Mieke Kröger in Aktion, die über den Bahnkader nominiert wurde.
Straßenrennen
Nils Politt (UAE Team Emirates), Maximilian Schachmann (Red Bull - Bora - hansgrohe)
Franziska Koch (dsm-firmenich - PostNL), Liane Lippert (Movistar), Antonia Niedermaier (Canyon - SRAM)
Einzelzeitfahren
Maximilian Schachmann (Red Bull - Bora - hansgrohe)
Mieke Kröger (RV Teutoburg Brackwede), Antonia Niedermaier (Canyon - SRAM)
Kurzzeit
Lea Sophie Friedrich, Pauline Sophie Grabosch, Emma Hinze, Alessa Catriona Pröpster (Ersatz)
Stefan Bötticher, Maximilian Dörnbach, Luca Spiegel, Nik Schröter (Ersatz)
Ausdauer
Franziska Brauße (Ceratizit – WNT), Lisa Klein (Lidl - Trek), Mieke Kröger, Laura Süßemilch (Hess), Lena Charlotte Reißner (LKT / Ersatz)
Tobias Buck-Gramcko, Roger Kluge, Theo Reinhardt (alle rad-net Oßwald), Tim Torn Teutenberg (Lidl - Trek Future Racing), Felix Groß (rad-net Oßwald / Ersatz)
Nina Benz (Lexware)
Julian Schelb (Stop&Go Marderabwehr), Luca Schwarzbauer (Canyon – CLLCTV)
Racing
Alina Beck, Regula Runge (Ersatz)
Philip Schaub, Julian Schmidt (Ersatz)
Freestyle
Kim-Lea Müller