Women´s Grand Prix bleibt in italienischer Hand

Gasparrini gewinnt in Stuttgart

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Eleonora Gasparrini hat die zweite Auflage des Women´s Grand Prix Stuttgart & Region gewonnen. | Foto: Cor Vos

15.09.2024  |  (rsn) - Am Freitag holte sie noch Bronze im Straßenrennen der U23 bei den Europameisterschaften in Belgien, heute siegte sie im Schwabenland: Eleonora Gasparrini (UAE Team ADQ) hat die zweite Auflage des Women’s Cycling Grand Prix Stuttgart & Region (1.Pro) für sich entschieden. Sie tritt damit die Nachfolge ihrer italienischen Landsfrau Elena Pirrone an. Zweite auf dem 118,2 Kilometer langen Klassikerkurs durch Baden-Württemberg wurde Lieke Nooijen (Visma | Lease a Bike) vor Mareille Meijering (Movistar Team).

Das italienisch-niederländische Trio hatte auf der letzten der drei gut neun Kilometer langen Schlussrunden durch Stuttgart als Teil einer großen Verfolgergruppe zunächst die Polin Marta Lach (Ceratizit – WNT Pro Cycling Team) nach der Hasenbergsteige gestellt. Gut drei Kilometer waren es da noch bis ins Ziel am Rotebühlplatz. Zunächst konnte sich dann Meijering aus der Gruppe lösen, Nooijen und Gasparrini setzten nach. Auf der Zielgeraden hatten sie nur noch wenige Meter Vorsprung auf ihre Jägerinnen, doch die sollten reichen, um die Podiumsplätze unter sich auszumachen. Gasparrini, als auf dem Papier stärkste Sprinterin, wurde dabei ihrer Favoritenrolle gerecht.

Bis das in Böblingen gestartete Rennen wirklich Fahrt aufnahm, sollte es aber eine ganze Weile dauern. Erste zaghafte Attacken aus dem 108 Fahrerinnen starken Feld gab es rund um den höchsten Punkt der Strecke bei Gärtringen nach knapp 20 Kilometern, doch die großen Teams aus der Women’s WorldTour, die auch den Sieg unter sich ausmachten, ließen Ausreißerinnen hier noch keine Chance. Auch Lokalmatadorin Elisabeth Brandau aus dem Lokalteam Stuttgart zeigte sich kurz. Ernst wurde es aber erst in gegen Rennhälfte, als Filderstadt erreicht wurde. Anneke Dijkstra (VolkerWessels Women’s Pro Cycling Team) war die erste, die sich einen echten Vorsprung herausfahren konnte. Den nahm sie auch mit auf die Schlussrunden, ehe sie auf der ersten Überfahrt an der Hasenbergsteige eingeholt wurde. Eine stark besetzte Gruppe hat zur ihr aufgeschlossen, aus der sich dann Lach hatte lösen können, die sich maximal eine knappe halbe Minute herausgearbeitet hatte, bevor sie ihrerseits kurz vor dem Ende an der Spitze abgelöst wurde.

"Der Sieg bedeutet mir viel, ich bin superhappy", sagte Siegerin Gasparrini im Ziel. "Wir haben versucht, das Rennen durch Attacken so schwer wie möglich zu machen. Ich denke, das hat funktioniert", so sie 22-Jährige aus Turin und fügte an: "Es war mein erstes Rennen hier in Deutschland. Der Kurs hat mir gut gefallen und vor allem die vielen Menschen an der Strecke. Es ist schön, so angefeuert zu werden. Ich komme gerne wieder."

Die deutschen Frauen konnten sich derweil überhaupt nicht in Szene setzen. Abgesehen von Brandaus kurzer Zeit vor dem Feld war ansonsten niemand weiter zu sehen. Justyna Czapla (Canyon - SRAM) war als 32. im Ziel die Beste aus dem Gastgeberland.

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