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02.10.2024 | (rsn) – Nach einer großartigen Vorstellung musste sich der Lette Toms Skujins am Ende des WM-Straßenrennens von Zürich im Sprint um die Bronzemedaille dem Niederländer Mathieu van der Poel geschlagen geben und sich mit dem vierten Rang begnügen.
Im Ziel zeigte sich der Profi von Lidl – Trek zufrieden mit seiner Vorstellung und dem Ergebnis. Zu diesem Zeitpunkt hatte Skujins aber wohl noch keine Kenntnis von einer Szene 58 Kilometer vor dem Ziel, als der Titelverteidiger im Kampf um die Positionen einige Meter über den Bürgersteig fuhr und dabei nur knapp an einigen dort stehenden Zuschauer vorbei jagte.
Diese riskante Aktion, die eine Disqualifikation nach sich hätte ziehen können, blieb für den Niederländer allerdings folgenlos. Stattdessen sicherte sich der Vorjahressieger nach 273,9 Kilometern den letzten freien Platz auf dem Podium, wogegen Skujins leer ausging.
Dessen Verband adressierte nun einen Offenen Brief an den Radsportweltverband UCI und beschwerte sich darin über die seiner Meinung nach unfaire Behandlung. "Es scheint, als wären einige gleicher als andere, vor allem wenn es darum geht, unpopuläre Entscheidungen zu treffen", wurde Verbandschef Sandis Akis zitiert. "Van der Poel ist beinahe in einen Zuschauer hineingefahren und hat drei Fahrer überholt - ohne ersichtlichen Grund. Er musste keinen Sturz verhindern.“
Besonders pikant ist die Behauptung von Akis, dass einer der verantwortlichen Rennkommissäre gegenüber lettischen Offiziellen erklärt habe, eine “Disqualifikation wäre nicht gut für den Sport und sie würden die Regeln interpretieren, wie sie es für richtig halten."
Hauptsächlich habe man wegen der Gefährdung der Zuschauer reagiert, man sei aber auch “sehr besorgt“ darüber, dass die Kommissäre offenbar mit zweierlei Maß messen und Fahrer mit großen Namen begünstigten. Von der UCI liegt bisher noch keine Reaktion auf den Offenen Brief vor.
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