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14.01.2026 | (ran) - Mit der Santos Tour Down Under startet am 17. Januar in Australien die Women's World Tour 2026. Die dreitägige Rundfahrt rund um Adelaide, der Hauptstatd des Bundesstaats South Australia, wurde erstmals 2014 ausgetragen und stieg neun Jahre später in die höchste Kategorie des Frauen-Radsports auf.
Wir blicken auf die ersten zehn Jahre des Rennens zurück.
Bei der zweiten Austragung, damals noch ohne UCI-Status, setzte sich die Italienerin Valentina Scandolara (Orica - AIS) nach vier Etappen mit sechs Sekunden Vorsprung auf ihre australische Teamkollegin Melissa Hoskins durch. Zeitgleiche Dritte wurde deren Landsfrau Loren Rowney (Velocio - SRAM).
Den Grundstein legte Scandolara mit ihrem Solosieg zum Auftakt. Ihre Teamkollegin Hoskins gewann die Etappen zwei und vier, das dritte Teilstück ging an die Italienerin Giorgia Bronzini (Wiggle Honda Pro Cycling).
Zur Saison 2016 erhielt die Rundfahrt ihren aktuellen Namen und stieg in die UCI-Kategorie 2.2 auf. Dabei war die dritte Austragung ein echter Krimi. Gesamtsiegerin Katrin Garfoot (Orica - AIS) ließ mit Shelley Old (Cylance Pro Cycling), Lauren Kitchen (Hitec Products) und Danielle Rowe (Wiggle High 5) gleich drei Konkurrentinnen hinter sich, die zeitgleich mit ihr gewertet wurden.
Die Vorentscheidung fiel bereits zum Auftakt, als sich Garfoot aus einer fünfköpfigen Spitzengruppe heraus durchsetzte. Die weiteren Etappen gingen an Annette Edmondson (Wiggle High5), Lizzie Williams (Orica - AIS) und Kimberley Wells (Colavita/Bianchi).
Im Jahr 2017 feierte Amanda Spratt ihren ersten von drei Gesamtsiegen in Serie. Die Australierin hatte nach vier Etappen 25 Sekunden Vorsprung auf die Niederländerin Janneke Ensing (Alé Cippolini) und 40 Sekunden auf deren Landsfrau Kirsten Wild (Cylance ProCycling).
Wie in den Jahren zuvor fiel die Vorentscheidung schon am ersten Tag, als Spratt als Solistin die 1. Etappe gewann. Wild entschied tags darauf das Zeitfahren für sich und auch die Schlussetappe ging auf ihr Konto, während Chloe Hosking (Alé Cippolini) das dritte Teilstück gewann.
Zur Saison 2018 wurde die Rundfahrt in die Kategorie 2.1 hochgestuft. Gegen stärkere Konkurrenz war Amanda Spratt (Mitchelton - Scott) aber gut gewappnet und verteidigte ihren Vorjahrestitel mit deutlichen 41 Sekunden Vorsprung auf die US-Amerikanerin Lauren Stephens (Cylance Pro Cycling). Das Podium komplettierte Katrin Garfoot (UniSa Australia), die Gesamtsiegerin von 2016.
Diesmal sorgte Spratt mit einem Solosieg auf der 3. Etappe mit Ziel in Hahndorf für die Vorentscheidung. Der Auftakt war an Anette Edmondson (Wiggle High5) gegangen, das zweite Teilstück mit Ziel am Mengler`s Hill sicherte sich Garfoot. Die Schlussetappe gewann Chloe Hosking (Alé Cippolini).
Mit einem Rekordvorsprung feierte Amanda Spratt (Mitchelton - Scott) ihren dritten Down-Under-Sieg in Serie. Bei der Austragung 2019 lag sie nach vier Etappen 49 Sekunden vor ihrer Landsfrau und Teamkollegin Lucy Kennedy. Das australische Podium komplettierte Rachel Neylan (UniSa Australia), die 51 Sekunden Rückstand aufwies.
Die Auftaktetappe gewann die Italienerin Letizia Paternoster (Trek - Segafredo Women), während Spratt die 2. Etappe mit deutlichen 39 Sekunden Vorsprung als Solistin für sich entschied. Die letzten beiden Teilstück gewannen Grace Brown (Mitchelton - Scott) und Chloe Hosking (Alé Cippolini).
Zur Saison 2020 stieg die Rundfahrt in die Kategorie 2.Pro auf und hätte fast mit dem ersten deutschen Gesamtsieg geendet. Nach vier Etappen musste sich Liane Lippert (Sunweb) nur um fünf Sekunden der US-Amerikanerin Ruth Edwards (Trek - Segafredo Women) geschlagen geben, entschied aber die Berg- und die Nachwuchswertung für sich. Das Podium vervollständigte die entthronte Dreifachsiegerin Amanda Spratt (Mitchelton - Scott / +0:06).
Den Auftakt sicherte sich Chloe Hosking (Rally Cycling Women), Spratt holte das zweite Teilstück im Sprint einer kleinen Spitzengruppe vor Edwards und Lippert. Am dritten Tag war es schließlich Edwards, die sich im Sprint vor Lippert durchsetzte und sich an die Spitze der Gesamtwertung setzte. Zum Abschluss in Adelaide siegte Simona Frapporti (Bepink) aus einer Ausreißergruppe heraus.
Im Jahr 2023 wurde die Rundfahrt erstmals als Rennen der Women`s World Tour ausgetragen. Nach zwei Jahren Corona-Pause kehrte die Tour Down Under um eine Etappe verkürzt in den Rennkalender zurück. Nach drei Teilstücken hatte Grace Brown (FDJ - SUEZ) mit zehn Sekunden Vorsprung auf Amanda Spratt (Trek - Segafredo) die Nase vorn, das Podium komplettierte Georgia Williams (EF Education - TIBCO - SVB).
Zum Auftakt jubelte die Polin Daria Pikulik (Human Powered Health) , das zweite Teilstück sicherte sich Alexandra Manly (Jayco - Alula) ; Brown schlug schließlich auf der Schlussetappe in Campbelltown zu und machte so den Gesamtsieg perfekt.
Die Austragung 2024 sicherte sich die Australierin Sarah Gigante (AG Insurance - Soudal Team). Sie hatte nach drei Etappen 20 Sekunden Vorsprung auf die Niederländerin Nienke Vinke (dem - Firmenich PostNL) und lag 33 Sekunden vor ihrer Landsfrau Neve Bradbury (Canyon - SRAM Racing).
Während Ally Wollaston (AG Insurance - Soudal Team) den Auftakt gewann und die Dänin Cecilie Uttrup Ludwig (FDJ - SUEZ) am zweiten Tag zuschlug, stellte der erstmals als Bergankunft im Programm stehende Willunga Hill das Klassement am Schlusstag noch auf den Kopf. Gigante siegte hier als Solistin und entschied so die Gesamtwertung für sich.
Im Jahr 2025 konnte sich die Schweizerin Noemi Rüegg (EF Education - Oatly) über den Gesamtsieg freuen. Die Eidgenossin setzte sich nach drei Etappen mit 13 Sekunden Vorsprung auf die Niederländerin Silke Smulders (Liv - AlUla - Jayco) durch. Das Podium komplettierte mit 37 Sekunden Rückstand die Norwegerin Mie Ottestad (Uno-X Mobility).
Einen starken Auftakt zeigte die Österreicherin Kathrin Schweinberger (Human Powered Health), die in Snapper Point beim Solosieg der Niederländerin Daniek Hengeveld (Cerazitit Pro Cycling Team) Dritte wurde. Rüegg schlug schließlich am Tag darauf zu, als sie am Willunga Hill als Solistin triumphierte und dadurch auch die Führung in der Gesamtwertung übernahm. Am Schlusstag reichte Rüegg beim Sieg der US-Amerikanerin Chloé Dygert (Canyon - SRAM) Rang drei, um die Gesamtwertung unter Dach und Fach zu bringen.