Vanthourenhout sichert sich Gesamtweltcup

Van der Poel beim GP Adrie van der Poel eine Klasse für sich

Von Kevin Kempf

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Mathieu van der Poel (Alpecin - Deceuninck) war bei seinem Heimcross in Hoogerheide eine Klasse für sich. | Foto: Cor Vos

26.01.2025  |  (rsn) - Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck) fährt ungeschlagen zur Weltmeisterschaft in Liévin. Der Niederländer gewann beim zum Weltcup gehörenden GP Adrie van der Poel in Hoogerheide auch sein siebtes Saisonrennen. Zweiter wurde Michael Vanthourenhout (Pauwels Sauzen – Cibel), der sich den Gesamtweltcup sicherte, mit 1:42 Minuten Rückstand. Das Podium komplettierte Lars van der Haars (Baloise – Glowi Lions) vor Toon Aerts (Deschacht – Hens – FSP) und Joran Wyseure (Crelan – Corendon).

Obwohl van der Poel nur in der Schlussrunde, in der er zeitweise ins Publikum winkte, nicht die beste Rundenzeit des Feldes realisierte, wirkte er nie, als wäre er am Limit. “Diese äußeren Bedingungen liegen mir viel besser, als wenn es schnell ist“, sagte er im Ziel-Interview. Der Kurs in Hoogerheide war deutlich schlammiger und somit schwerer als in den letzten Jahren. “Ich habe mich nach gestern gut erholt und bin sehr zufrieden über mein Gefühl heute“, so der Weltmeister, der seinen Titel nächste Woche in Liévin verteidigen will.

“Meine Rippe wird mich da nicht behindern“, prophezeite van der Poel, der erst gestern sein Comeback nach dem Bruch des Knochens gefeiert hatte. “Alles verläuft nach Plan und ich freue mich auf nächste Woche.“ Dann will er sich seinen siebtem Titel im Cyclocross holen. “Es sieht wirklich gut aus. Aber Sonntag ist wieder ein neues Rennen und eine WM ist immer etwas anderes. Ich werde aber natürlich alles geben!“, kündigte er an.

Die Gesamtwertung entschied Vanthourenhout mit 40 Punkten Vorsprung auf Aerts für sich. Dritter wurde Wyseure vor van der Poel, der nur fünf der elf Rennen bestritt. Der 31-jährige Vanthourenhout gewann erstmals in seiner Karriere eine der drei großen Serien. “Es ist schön, gleich das wichtigste Klassement zu holen“, freute sich der Belgier. Mehr als der zweite Platz war in Hoogerheide aber nicht drin. “Ich wollte Mathieu folgen, aber das war heute einfach nicht möglich. Ich bin den ganzen Tag allein als Zweiter gefahren, was wegen des Windes ziemlich hart war. Meine Form wird aber immer besser und ich hoffe, nächste Woche perfekte Beine zu haben,“ sagte der Flame.

Beim letzten Weltcuprennen seiner Karriere ging Marcel Meisen (RTF) auf Platz 14 liegend wie zuletzt häufiger gut positioniert ins Gelände, wo er sich bis auf Position vier nach vorn schob. Im zweiten Umlauf fiel Meisen aus dem Kampf um die Top Ten heraus. Der Routinier schien sich zum Abschied frühzeitig verausgabt zu haben und rutschte bis auf Platz 21 ab.

Noch besser als der Deutsche Meister kam Mees Hendrikx (Heizomat – Hermann) aus den Startblöcken. Der Niederländer war Mitte der 1. Runde Fünfter und konnte sich bis in den dritten Umlauf hinein in der Gruppe halten, die den dritten Platz ausfuhr. Danach ging es auch für ihn bergab und er wurde 15.

So lief der Weltcup in Hoogerheide:

Van der Poel riss das Feld kurz nach dem Auftakt auseinander. Sechs Fahrer konnte ihm folgen, zu denen gehörten auch Meisen und Hendrikx. Nach fünf Minuten setzte er sich komplett ab. Hinter dem Weltmeister wurden die anderen Sechs wieder eingeholt. Die erste Zielpassage erreichte der Führende 19 Sekunden vor einer großen Gruppe, aus der sich im zweiten von sieben Umläufen Vanthourenhout absetzte. Der ging 28 Sekunden nach dem Spitzenreiter in die 3. Runde.

Die Gruppe, die um den dritten Rang kämpfte, verkleinerte sich anschließend sukzessive. Bei der nächsten Zielpassage waren noch acht Athleten dabei, wobei die ersten beiden Plätze schon unerreichbar waren. Diese Gesellschaft blieb die Minuten danach zusammen. Erst in der fünften Runde löste sich van der Haar, während sein Landsmann Joris Nieuwenhuis (Ridley) nach Kontakt mit Emiel Verstrynge (Crelan - Corendon) stürzte und seine Begleiter fahren lassen musste. Er fiel zu Eli Iserbyt zurück – und schloss mit dem wieder zur Gruppe auf.

Hinter den Podiumsplätzen fuhren so sieben Profis um den vierten Platz. Den wollte sich vor allem Iserbyt sichern. Der Belgier forcierte und ließ seine Widersacher hinter sich, bevor es auf die Schlussrunde ging. Wyseure und Aerts blieben auf Schlagdistanz. Van der Poel winkte inzwischen bereits dem Publikum, er musste sich um seine Position ebenso wenig Sorgen machen wie Vanthourenhout und van der Haar um ihre. Im Kampf um Platz vier schob sich Aerts noch vor Iserbyt.

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