Trotz Kämpfen im Nachbarland Kongo

UCI hält weiter an Ruanda als WM-Ausrichter fest

Von Peter Maurer

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| Foto: UCI

31.01.2025  |  (rsn) – Der Radsportweltverband UCI hat am Freitagnachmittag in einer Presseaussendung auf Gerüchte über die Verschiebung der Straßen-Weltmeisterschaften in Ruanda reagiert. Zwei belgische Zeitungen, Het Laatste Nieuws und La Derniere Heure, hatten berichtet, dass die UCI an einem Plan B arbeitete und nannten Martigny, nur unweit der UCI-Zentrale in Aigle gelegen, als möglichen Ersatzort.

Dort hätten 2020 die Straßen-Weltmeisterschaften stattfinden sollen, doch im Zuge der Covid-19-Einschränkungen in der Schweiz gab es dafür keine behördliche Genehmigung, weshalb die Titelkämpfe nach Imola verlegt wurden, wo dann nur die Elitekategorien ausgefahren wurden. In der aktuellen Reaktion auf die Berichte schilderte die UCI, dass sie eng mit dem lokalen Organisationskomitee in Ruanda in Kontakt stehen und sorgfältig das aktuelle Geschehen beobachte.

Vor wenigen Tagen unterstützte das ruandische Militär im Osten der Demokratischen Republik Kongos die Rebellengruppe M23 bei heftigen Kämpfen rund um die Stadt Goma. Der Konflikt selbst zieht sich schon seit vielen Jahren hin, seit November 2023 bekam die Rebellengruppe Hilfe von den Nachbarländern Ruanda und Uganda für ihren Kampf gegen die kongolesische Armee.

Da der Konflikt aktuell nur auf das Nachbarland, die Demokratische Republik Kongo, beschränkt sei und deswegen keine aktuellen Reisewarnungen in Ruanda vorliegen, sieht die UCI aktuell keine Probleme. Das Land sei sicher sowohl für geschäftliche als auch touristische Reisen. Das Auswärtige Amt in Deutschland rät aktuell von Reisen in die nördliche Grenzregion Ruandas ab, da sich die Lage aufgrund der anhaltenden Kämpfe verschlechtert habe.

Bis zu den Titelkämpfen im September hoffe die UCI auf eine Verbesserung der Situation und unterstrich, dass es derzeit keine Pläne gäbe, die Weltmeisterschaften in die Schweiz oder in andere Länder zu verlegen.

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