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09.04.2026 | (ran) – Im Gegensatz zum Paris - Roubaix der Männer, das 1896 erstmals ausgetragen wurde, feierte die Frauen-Ausgabe der “Königin der Klassiker“ erst 2021 ihre Premiere. Das Rennen endet zwar ebenfalls auf der Radrennbahn von Roubaix, wird aber in Denain gestartet. Das Spektakel auf dem Kopfsteinpflaster beginnt nach etwa 30 Kilometern, wenn die Frauen auf die Strecke der Männer einbiegen.
RSN blickt auf die bisherigen fünf Austragungen zurück.
Die Premiere führte über 116 Kilometer von Denain nach Roubaix. Auf dem Weg ins Ziel mussten insgesamt 18 Kopfsteinpflaster-Sektoren gemeistert werden. Wegen der Corona-Pandemie konnte das Rennen zudem erst im Oktober ausgetragen werden.
Den Sieg sicherte sich nach einer frühen Attacke die Britin Elizabeth Deignan (Trek - Segafredo), die sich mit deutlichen 1:17 Minuten Vorsprung auf ihre schärfste Kontrahentin Marianne Vos (Jumbo - Visma Women) durchsetzte. Platz drei ging an die Italienerin Elisa Longo Borghini (Trek - Segafredo / +1:47), vier Sekunden dahinter verpasste Lisa Brennauer (Cerazitit - WNT) nur knapp das Podium. Mit Franziska Koch (DSM) auf Platz sieben landete noch eine zweite Deutsche in den Top Ten.
Mit einer Attacke 34 Kilometer vor dem Ziel sicherte sich die Vorjahresdritte Elisa Longo Borghini (Trek - Segafredo) bei der zweiten Austragung von Paris-Roubaix den Sieg. Die Italienerin triumphierte nach 124,7 Kilometern mit 23 Sekunden Vorsprung auf eine sechsköpfige Verfolgergruppe, aus der heraus sich die Belgierin Lotte Kopecky (SD Worx) Platz zwei vor der Niederländerin Lucinda Brand (Trek - Segafredo) und der Schweizerin Elise Chabbey (Canyon - SRAM) sicherte.
Bei der dritten Austragung wurde die Distanz deutlich erhöht: Gleich 145,4 Kilometer mussten die Frauen zurücklegen. Das Rennen endete mit eine großen Überraschung, denn die sechs bestplatzierten Fahrerinnen gehörten allesamt zur Ausreißergruppe des Tages, die sich bereits nach 25 Kilometern gebildet hatte.
In Roubaix setzte sich die Kanadierin Alison Jackson (EF Education – Tibco – SVB) vor der Italienerin Katia Ragusa (Liv Racing TeqFind) und der Belgierin Marthe Truhen (Fenix - Deceuninck) durch. Die Favoritinnen kämpften zwölf Sekunden dahinter nur noch um Platz sieben.
Nach dem überraschenden Ausgang 2925 endete Paris - Roubaix diesmal wieder mit dem Sieg einer Favoritin. Nach 148,5 Kilometern setzte sich in Roubaix die Belgierin Lotte Kopecky (SD Worx - Protime) im Sprint einer fünf Fahrerinnen starken Spitzengruppe vor der Italienerin Elisa Balsamo (Lidl - Trek) und der Britin Georgi Pfeiffer (DSM - Firmenich - Post NL) durch.
Die Weltmeisterin war auf dem viertletzten Sektor in die Offensive gegangen und hatte so die sechsköpfige Spitzengruppe initiiert, die den Sieg unter sich ausmachte
Nachdem in den beiden Vorjahren der Sprint aus einer kleinen Spitzengruppe heraus über den Sieg entschied, jubelte diesmal eine Solistin - und das gleich beim Debüt: Die Französin Pauline Ferrand-Prévot (Visma - Lease a Bike) setzte sich nach 148 Kilometern mit deutlichen 58 Sekunden Vorsprung auf die Italienerin Letizia Borghesi (EF Education - Oatly) durch. Platz drei ging weitere drei Sekunden dahinter an die Niederländerin Lorena Wiebes (SD Worx - Protime), die sich aus einer kleinen Verfolgergruppe heraus den letzten freien Platz auf dem Podium sichern konnte.
Ferrand-Prévot war auch durch einen Sturz 50 Kilometer vor dem Ziel nicht zu stoppen. Die mehrmalige Weltmeisterin - Straße, MTB, Cross und Gravel - schüttelte auf den letzten 20 Kilometern mit der Dänin Emma Norsgaard (Lidl - Trek) auch ihre letzte Begleiterin ab und und feierte ungefährdet ihren ersten Sieg nach ihrer Rückkehr auf die Straße.