Die Strecke der Vuelta Femenina 2026

Zum großen Finale wartet das “Monster“ Angliru

Von Kevin Kempf

Foto zu dem Text "Zum großen Finale wartet das “Monster“ Angliru "
Szene der Vuelta Femenina 2025 | Foto: Cor Vos

02.05.2026  |  (rsn) – Über sieben Etappen geht ab Sonntag die 12. Vuelta Femenina (2.WWT / 3. - 9. Mai). Demi Vollering (FDJ United – Suez), die Gesamtsiegerin der letzten beiden Jahre, ist dieses Mal nicht dabei, auch viele Topsprinterinnen verzichten. Das ist durchaus verständlich, denn den schnellen Frauen wird es bei der ersten Grand Tour des Jahres nicht leicht gemacht. 

Und das liegt nicht nur am legendären Angliru, der seine Premiere bei der Vuelta Femenina gibt und nach sieben Tagen das große Finale der Schlussetappe bildet.

1. Etappe

Der Auftakt findet in Marin in der nordwestspanischen Provinz Galicien statt. Von dort auf geht es in Richtung Süden zur portugiesischen Grenze, die aber nicht überquert wird. Der Zielstrich in Salvaterro de Mino liegt nur einen Steinwurf von der Grenze entfernt. Um das Ziel zu erreichen, müssen die Fahrerinnen einen finalen Hügel bezwingen, der sicherlich keine Zeitunterschiede forcieren wird. Die Sprinterinnen werden ihn trotzdem spüren.

Auch unterwegs geht es durchaus hüglig zu. Zwei Anstiege der 3 Kategorie müssen überwunden werden. Eine dritte größere Beule im Profil kommt ohne Bergwertung aus. Das letzte Drittel der Strecke beinhaltet lediglich einige kürzere Erhebungen.

Das Streckenprofil der 1. Etappe der Vuelta Femenina | Foto: Veranstalter

2. Etappe

Weiter geht es in Lobios, das ebenfalls nahe der portugiesischen Grenze liegt, dieses Mal allerdings östlich davon. Die Reise geht 110 Kilometer in nördliche Richtung durch Kastilien und Léon nach San Cibrao das Viñas, wobei keine Bergwertungen warten. 

Das soll aber nicht heißen, dass der Parcours komplett flach ist. Auch im Finale geht es noch einmal ein paar Kilometer bergauf, bevor es noch eine knapp einen Kilometer lange Abfahrt und ein ebenso langes Flachstück bis ins Ziel gibt. Erneut sollte eine hügelfeste Sprinterin die besten Karten auf den Tagessieg haben.

Das Streckenprofil der 2. Etappe der Vuelta Femenina | Foto: Veranstalter

3. Etappe

Am dritten Tag der Vuelta folgt ein Transfer zurück in die Nähe des Auftakts. Von Padrón aus führt die Strecke über 121 Kilometer nach La Coruna, wo vor zwei Wochen schon das Auftaktzeitfahren des O Gran Camino (2.1) endete. Auch die Frauen müssen die letzten Meter zum Ziel auf Kopfsteinpflaster bewältigen, diesmal allerdings nicht hinauf zum Leuchtturm Torre Hercules, sondern vor dem Estadio Riazor.

Das letzte Drittel des Tagesabschnitts sieht dabei sehr giftig aus. Mehrere nicht klassifizierte Hügel stehen auf dem Menü: ein klassisches Sägeprofil ohne jedes Flachstücke. Hier kann es erstmals ersthafte Zeitabstände geben. Denn solche Etappen eignen sich oft besser dazu, die Gegnerinnen abzuhängen, als die ganz schweren Bergrennen.

Das Streckenprofil der 3. Etappe der Vuelta Femenina | Foto: Veranstalter

4. Etappe

Der vierte Tag ist zugleich der dritte und letzte in Galizien. Der beginnt im Landesinneren in Monforte de Lemos und endet 115 Kilometer später in Antas de Ulla. Laut Veranstalter ist das Rennen eine Hügeletappe und es stellen sich den Fahrerinnen tatsächlich zwei Bergwertungen der 3. Kategorie in den Weg. 

Doch letztendlich sieht das Profil zu leicht aus, um Unterschiede zu forcieren. Es könnte sich aber eine Chance für Ausreißer ergeben, die am Vortag Zeit haben liegen lassen.

Das Streckenprofil der 4. Etappe der Vuelta Femenina | Foto: Veranstalter

5. Etappe

Zum zweiten Mal macht der Tross in Kastilien und Léon Halt. In Léon wird der Startschuss zum nächsten Teilstück gegeben. Das führt über 119 Kilometer bis nach Astorga. Bergpunkte gibt es zweimal zu verdienen, aber die letzten 40 Kilometer verlaufen weitgehend abschüssig. Am auf dem Papier leichtesten Tag darf mit einem Sprint gerechnet werden.

Das Streckenprofil der 5. Etappe der Vuelta Femenina | Foto: Cor Veranstalter

6. Etappe

Am sechsten Tag dürfen sich endlich auch die Bergspezialisten freuen. Denn nachdem das Feld von Gijón in Asturien aus einen 102 Kilometer flachen Anlauf genommen hat, stellt sich zum Schluss der Anstieg nach Les Praeres. Nava den Fahrerinnen in den Weg. Der ist zwar nur 3,9 Kilometer lang, dafür mit im Schnitt mehr als 12 Prozent aber extrem steil. Wer hier vorn ist, darf sich auch für den Schlusstag die größten Chancen ausrechnen.

Das Streckenprofil der 6. Etappe der Vuelta Femenina | Foto: Veranstalter

7. Etappe

Das dicke Ende kommt zum Schluss. Kein Berg in Spanien ist berüchtigter, kein Anstieg des Landes gefürchteter. “Biest von Asturien“ oder “Monster des Nordens“, wird der Alto de El Angliru auch genannt. Nach dem Start in La Pola Llaviana müssen zunächst 121 Kilometer zurückgelegt werden, die aber nicht viel zur Sache tun, obwohl sie mit einer Bergwertung der 2. und zwei der 3. Kategorie bestückt sind.

Die Entscheidung über den Rundfahrtsieg wird auf den letzten 12,1 Kilometern fallen. Die sind im Schnitt zehn Prozent steil, wobei die zweite Hälfte des Berges mit über 13 Prozent Durchschnittssteigung deutlich härter ist als der Beginn. 

Die Chance ist groß, dass die beste Bergfahrerin des Rennens an den letzten beiden Tagen der Rundfahrt sich dreimal freuen kann: über den Etappen- und den Gesamtsieg sowie über das Bergtrikot.

Das Streckenprofil der 7. Etappe der Vuelta Femenina | Foto: Veranstalter

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