Vollering gelingt die Titelverteidigung

Vuelta Femenina im Rückblick: Die letzten zehn Jahre

Von Christoph Adamietz

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Demi Vollering (FDJ United - Suez, Mi.) gewann in den beiden vergangenen Jahren die Vuelta Femenina, 2025 noch auf dem Podium: Marlen Reusser (Movistar, li.) und Anna van der Breggen (SD Worx - Protime). | Foto: Cor Vos

02.05.2026  |  (rsn) - Im Jahr 2015 erstmals - als Eintagesrennen - ausgetragen, hat sich die Spanien-Rundfahrt der Frauen mittlerweile zu einem einwöchigen Etappenrennen entwickelt, das seit 2023 im Mai als erste Grand Tour des Jahres unter dem Namen La Vuelta Femenina (2.WWT) ausgetragen wird.

RSN blickt auf die ersten zehn Austragungen der Rundfahrt zurück.

La Madrid Challenge by la Vuelta 2016: Jolien D`Hoore

Die zweite Austragung wurde ebenfalls noch als Eintagesrennen am Schlusstag der Männer-Vuelta ausgetragen und endete nach 87 Kilometern rund um Madrid im Sprint einer größeren Gruppe. Bei der Premiere als WorldTour-Rennen hatte die Belgierin Jolien D`Hoore (Wiggle High5) die Nase vorn. Sie verwies ihre australische Teamkollegin Chloe Hosking und die Italienerin Marta Bastianelli (Alé Cipollini) auf die Plätze zwei und drei.

Madrid Challenge by La Vuelta 2017: Jolien D`Hoore

Erneut wurde die Madrid Challenge am Schlusstag der Vuelta a Espana ausgetragen und endete nach erneut 87 Kilometern in Madrid im Sprint einer größeren Gruppe. Wie im Vorjahr sicherte sich die Belgierin Jolien D`Hoore (Wiggle High5) den Sieg. Diesmal verwies sie die US-Amerikanerin Coryn Labecki (Sunweb) und die Französin Roxane Fournier (FDJ Nouvelle Aquitaine) auf die Plätze.

Madrid Challenge by La Vuelta 2018: Ellen van Dijk

Im vierten Jahr ihres Bestehens wurde die Madrid Challenge auf zwei Tage erweitert und  am Schlusswochenende der Vuelta a Espana ausgetragen. Zum Auftakt stand ein 12,6 Kilometer langes Teamzeitfahren auf dem Programm, das Sunweb um Liane Lippert und die spätere Gesamtsiegerin Ellen van Dijk gewann. Die Abschlussetappe entschied in Madrid die Italienerin Giorgia Bronzini (Cylance Pro Cycling) zu ihren Gunsten. Charlotte Becker (Hitec Products) fuhr hinter der Australierin Sarah Roy (Mitchelton - Scott) auf Platz drei.

In der Gesamtwertung setzte sich van Dijk mit elf Sekunden Vorsprung auf ihre US-amerikanische Teamkollegin Coryn Labecki durch, das Podium komplettierte die Französin Audrey Cordon - Ragout (Wiggle High 5). Lippert schloss die Kurz-Rundfahrt mit 18 Sekunden Rückstand auf Rang fünf ab, zwei Positionen und elf Sekunden hinter ihr landete ihre Landsfrau Lisa Brennauer (Wiggle High 5) ebenfalls noch in den Top 10.

WNT Madrid Challenge by La Vuelta 2019: Lisa Brennauer

Wie im Vorjahr fand die zweitägige Rundfahrt am Schlusswochenende der Vuelta a Espana statt. Diesmal machte ein 9,3 Kilometer langes Einzelzeitfahren den Auftakt, in dem Lisa Brennauer (WNT Rotor) für den ersten deutschen Vuelta-Etappensieg  sorgte. 

Die Allgäuerin ließ dann am Schlusstag nichts mehr anbrennen und sicherte sich auch den Gesamtsieg mit zehn Sekunden Vorsprung auf die Niederländerin Lucinda Brand (Sunweb) sowie 28 Sekunden vor deren dänischer Teamkollegin Pernille Mathiesen. Die Schlussetappe holte sich in Madrid im Sprint die Australierin Chloe Hosking (Alé Cipollini).

Cerazitit Challenge by La Vuelta 2020: Lisa Brennauer

Wegen der Corona-Pandemie wurde die Rundfahrt auf Anfang November verschoben, dafür aber auf drei Tage verlängert. Lisa Brennauer (Cerazitit - WNT) konnte ihren Vorjahressieg wiederholen. Sie lag nach den drei Etappen zwölf Sekunden vor der Italienerin Elisa Longo Borghini (Trek - Segafredo) und 13 Sekunden vor der Niederländerin Lorena Wiebes (Sunweb). Mieke Kröger (Hitec Products) war auf Rang zehn die zweitbeste Deutsche.

Wiebes hatte den Auftakt aus einer kleinen Spitzengruppe heraus gewonnen, Brennauer fuhr als Dritte über den Zielstrich. Im darauf folgenden Einzelzeitfahren siegte Brennauer und übernahm damit auch die Gesamtführung. Auf der Schlussetappe, die sich die Italienerin Elisa Balsamo (Valcar - Travel & Service) sicherte, ließ Brennauer als Tagessiebte nichts mehr anbrennen und feierte souverän die Titelverteidigung.

 

Cerazitit Challenge by La Vuelta 2021: Annemiek van Vleuten

Wieder in den September zurückgekehrt und zudem auf vier Etappen ausgeweitet wurde, entwickelte sich die Rundfahrt zur Show von Annemiek van Vleuten (Movistar). Die Niederländerin hatte am Ende 1:34 Minuten Vorsprung auf die Schweizerin Marlen Reusser (Alé BTC Ljubljana), auf Rang drei folgte deren Landsfrau Elise Chabbey (Canyon - SRAM / +3:12). Liane Lippert (DSM) wurde als beste Deutsche Fünfte.

Reusser hatte den Auftakt aus einer vierköpfigen Spitzengruppe heraus gewonnen, van Vleuten entschied am Tag darauf das Einzelzeitfahren vor Reusser für sich und löste die Schweizerin 24 Stunden später nach einem fulminanten Solosieg, den sie mit 2:48 Minuten Vorsprung auf Lippert einfuhr, Reusser als Spitzenreiterin ab. Die Schlussetappe ging an die Belgierin Lotte Kopecky (Liv Racing)

Ceratizit Challenge by La Vuelta 2022: Annemiek van Vleuten

Auch die auf fünf Tage verlängerte 8. Ausgabe der Spanien-Rundfahrt wurde eine klare Angelegenheit für Annemiek van Vleuten (Movistar). Die Niederländerin feierte diesmal den Gesamtsieg mit 1:44 Minuten Vorsprung auf die Italienerin Elisa Longo Borghini (Trek - Segafredo). Das Podium komplettierte die Niederländerin Demi Vollering (SD Worx), gefolgt von Liane Lippert (DSM), die als Vierte erneut beste deutsche Teilnehmerin war.

Nachdem zum Auftakt Trek - Segafredo das Teamzeitfahren hatte, stürmte van Vleuten auf der 2. Etappe mit einem beeindruckenden Soloritt an die Spitze der Gesamtwertung. Auf den drei weiteren Teilstücken, die Grace Brown (FDJ - Suez - Futuroscope), Silvia Persico (Valcar Travel & Service) und Elisa Balsamo (Trek - Segafredo) gewannen, geriet van Vleutens Rotes Trikot nicht mehr in Gefahr.

La Vuelta Feminina 2023: Annemiek van Vleuten

Im neunten Jahr ihres Bestehens wurde die Rundfahrt offiziell zu La Vuelta Feminina umbenannt und in den Mai vorverlegt. Gleich sieben Etappen standen an, wobei sich die Niederländerin Annemiek van Vleuten (Movistar) ihren dritten Gesamtsieg in Folge sicherte. 

Doch im Gegensatz zu den beiden Vorjahren ging es diesmal deutlich knapper zu. Gerade einmal neun Sekunden lag Demi Vollering (SD Worx) letztlich hinter ihrer Landsfrau. Das Podium komplettierte die Italienerin Gaia Realini (Trek - Segafredo). Ricarda Bauernfeind (Canyon - SRAM) schloss die Rundfahrt als beste deutsche Fahrerin auf einem sehr guten fünften Platz ab.

Die meisten Etappensiege feierte Marianne Vos. Nachdem sie mit Jumbo - Visma bereits das Auftaktzeitfahren gewonnen hatte, konnte die Niederländerin zwei weitere Einzelsiege einfahren und bis zur 5. Etappe das Rote Führungstrikot tragen. 

Dann wurde Vos darin von Vollering abgelöst, die mit fünf Sekunden Vorsprung auf van Vleuten das Schlusswochenende in Angriff nahm. Aber schon am vorletzten Tag holte sich die Titelverteidigerin die Gesamtführung und startete mit komfortablen 1:11 Minuten Vorsprung auf Vollering in den Schlusstag. Zwar wurde es am Ende noch eng, doch am Ende konnte van Vleuten einige Sekunden ihres Vorsprungs ins Ziel retten.

La Vuelta Femenina 2024: Demi Vollering

Nachdem im Vorjahr noch ein paar Sekunden zum Gesamtsieg gefehlt hatten, schlug Demi Vollering (SD Worx - Protime) bei der 10. Austragung zu. 1:49 Minuten Vorsprung hatte die Niederländerin nach acht Etappen auf ihre Landsfrau Riejanne Markus (Visma - Lease a Bike), mit genau zwei Minuten Rückstand folgte die Italienerin Elisa Longo Borghini (Lidl - Trek) auf Platz drei. Beste Deutsche war erneut Ricarda Bauernfeind (Canyon - SRAM), die diesmal auf Rang sechs landete.

Vollering war mit ihrem Solosieg auf der 5. Etappe an die Spitze der Gesamtwertung gestürmt. An den darauf folgenden Tagen baute sie ihre Führung Stück für Stück aus und holte sich souverän ihren ersten Gesamtsieg.

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La Vuelta Femenina 2025: Demi Vollering

Wie im Vorjahr führte bei der Spanien-Rundfahrt der Frauen kein Weg an Demi Vollering (FDJ - Suez) vorbei. Die Niederländerin hatte nach sieben Etappen 61 Sekunden Vorsprung auf die Schweizerin Marlen Reusser (Movistar) und 1:16 Minuten auf ihre Landsfrau Anna van der Breggen (SD Worx - Protime). Es war der fünfte niederländische Vuelta-Gesamtsieg in Folge.

Auch bei den Etappenjagden waren die Niederländerinnen nicht zu stoppen. Ellen van Dijk führte Lidl - Trek im Teamzeitfahren zum Auftakt der Rundfahrt über den Zielstrich, an den folgenden Tagen jubelten Marianne Vos  (Visma - Lease a Bike), Femke Gerritse (SD Worx - Protime) und van der Breggen. 

Vollerings Stunde schlug schließlich bei der Bergankunft an den Lagunas de Neila, wo sie mit ihrem Solosieg an die Spitze der Gesamtwertung stürmte. Während Vos am Tag darauf ihren zweiten Etappenerfolg einfuhr, konnte Vollering am Schlusstag sich nicht nur über die Titelverteidigung freuen, sondern auch über ihren zweiten Etappensieg, den sie am Alto de Cotobello vor Reusser klar machte.

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