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12.07.2025 | (rsn) – Bis zur 8. Etappe der Tour de France 2025 musste Jonathan Milan (Lidl – Trek) warten, um seinen ersten Etappensieg zu feiern. Nun hat der Italiener zugeschlagen und seine Favoritenrolle bestätigt. Damit hat Milan auch das Grüne Trikot, das er heute stellvertretend trug, wieder regulär auf seinen Schultern. Sein größter Konkurrent, Biniam Girmay (Intermarché – Wanty), ging komplett leer aus.
Auf die Gesamtwertung hatte die Etappe keine Auswirkungen. Tadej Pogacar (UAE - Emirates - XRG) bleibt im Gelben Trikot.
Jonathan Milan (Lidl – Trek / Tagessieger / Flash-Interview):
“Ich denke, wir haben noch gar nicht richtig realisiert, was wir geschafft haben. Wir kamen hierher mit Erwartungen und Träumen, aber irgendetwas vorherzusagen und es nach Hause zu bringen sind zwei verschiedene paar Schuhe.
Ich bin zufrieden mit dem Team. Es war schon beim letzten Mal recht knapp, da war ich noch etwas zu zeitig gegangen. Heute waren wir sehr fokussiert, wir haben alle dran geglaubt.“
Wout van Aert (Visma – Lease a Bike / Tages-Zweiter / Sporza):
“Es war ein schwerer Sprint mit einigen kurzen Bergaufpassagen. Darum wollte ich mitspurten. Ich war nah dran am Sieg und bin zufrieden.
Auch für mich ist es schön, mal ein Resultat herauszufahren. Ich hatte vor dem Rennen schon entschieden, dass ich mitsprinten werde. Ich werde es das nächste Mal auf Twitter ankündigen. Wenn man startet hat man aber natürlich das Recht, ein Resultat herausfahren zu wollen.“
Mattias Skjelmose (Lidl – Trek / Eurosport):
"Unser Hauptziel war es, mit Johnny (Milan) Gelb zu gewinnen. Danach ging es um Etappen. Das haben wir jetzt geschafft. Was nun noch kommt, ist Bonus."
Tim Merlier (Soudal – Quick-Step / 56. / Sporza):
“Im Kreisverkehr hatte ich einen Platten. Ich dachte, dass ich wieder gut positioniert war, aber als es soweit war, kamen wir doch nicht mehr ganz nach vorn. Als wir in der kleinen Abfahrt waren, musste ich bei einem Kreisverkehr stark bremsen. Da habe ich alle Chancen verspielt.
Ich habe bis 500 Meter vor dem Ziel noch probiert in den richtigen Windschatten zu kommen, aber ich war zu weit hinten und dann sackte mir meine Moral in die Beine.“
Nils Politt (UAE – Emirates – XRG / ARD):
"Heute war ein relativ einfacher Tag im Feld. Es wollte lange keine Gruppe gehen, erst nach dem Zwischensprint sind dann zwei Mann losgefahren. Aber es war auch die ganze Zeit Gegenwind. Es war jedenfalls ein angenehmer und erholsamer Tag für uns. Ich hoffe, morgen klappt das nochmal genauso gut, dass der Tag so verläuft wie heute. Und dann heißt es am Nationalfeiertag vor dem Ruhetag nochmal alles rauszuhauen."
Kaden Groves (Alpecin – Deceuninck / Tages-Dritter / Eurosport):
"Es war wie erwartet ein nicht ganz einfacher Sprint. Ich bin jetzt in einer anderen Rolle als sonst. Mein Sprint war jetzt nicht der Beste, aber das konnte ich auch nicht unbedingt erwarten. Morgen werde ich es wieder versuchen und schauen, dass ich mich so gut positionieren kann wie möglich."
Arnaud De Lie (Lotto / Tages-Fünfter / Eurosport):
“Ich bin sehr müde. Es war ziemlich herausfordernd, weil ich immer wieder an Geschwindigkeit verloren habe. 500 Meter vor dem Ziel war ich noch bei Biniam, aber der war am Ende auch weit weg. Das nervt. Jetzt brauche ich etwas Erholung. Aber ich denke, ein paar Möglichkeiten kommen noch.“
Steven de Jongh (Sportlicher Leiter Lidl - Trek / Sporza):
“Im richtigen Moment ging die Tür auf. Als er losfuhr, konnte man schon sehen, dass er einen Supertag hat. Das hatte er schon über Funk erzählt. Wir hatten schon zwei zweite Plätze, deswegen schmeckt der Sieg heute noch süßer.“
Jasper Stuyven (Lidl - Trek / 67. / Sporza):
“Das tut enorm gut! Wir haben gespürt, dass der Druck immer größer wurde. Jonathan war heute sehr konzentriert, aber das gibt noch keine Garantie. Wir wollten vor allem an den kreiseln nicht bremsen müssen, denn das kostet Kraft. Es hat viel Energie gekostet, dort vorn zu sein. Wir dachten uns aber, dass man dort auch hinten Körner verbrennt. Und das war wohl auch so.
Georg Zimmermann (Intermarché – Wanty / ARD):
“Mein Motor ist ein bisschen ins Stottern geraten, ich fahre die letzten paar Tage nicht so, wie ich mir das vorstelle. Aber so eine Krise hat man in jeder Grand Tour. Ich muss jeztt schauen, dass ich mich gut erhole und dann in den kommenden Tagen wieder meinen Arbeiten nachgehen kann.“
Pascal Ackermann (Israel – PremierTech / Tages-Vierter / ARD):
“Schon 3,5 Kilometer vor dem Ziel, als es vor dem Kreisel leicht hochging ging, habe ich meinen Anfahrer verloren. Er war viel zu weit vorne und ich sagte ihm, er solle sein eigenes Ding machen, ich versuche es von hinten. Ich war dann tatsächlich nochmal rangekommen, gerade als er dann loswollte. Ich habe noch gerufen, aber er hat mich nicht gehört. Sonst wäre das ein perfektes Lead-out geworden.
Phil Bauhaus (Bahrain Victorious / ARD):
“Wir haben es eigentlich gut gemacht. Im ersten Kreisverkehr war ich noch super dabei, aber beim zweiten … das war nicht die schlaueste Aktion von von Kaden Groves. Er ist da von innen rein und dabei selbst fast gestürzt. Mich hat das in die Bredouille gebracht und da habe ich alles verloren, da war es vorbei.
Ich gehe jetzt erstmal in die berühmte Mertesacker-Eistonne.“