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12.09.2025 | (rsn) – Auch nach dem Einzelzeitfahren der 80. Vuelta a Espana liegt Tom Pidcock (Q36.5) auf Podiumskurs. In Valladolid konnte der Brite den Vorsprung auf seinen unmittelbaren Verfolger Jai Hindley (Red Bull – Bora – hansgrohe) sogar etwas vergrößern, der beträgt nun 39 Sekunden auf den vierplatzierten Australier.
Aber nicht nur deshalb zog Pidcock ein ausgesprochen positives Fazit der 18. Etappe, die von 27,2 auf 12,2 Kilometer verkürzt werden musste. “Ich bin sehr zufrieden. Wir hatten uns in der Vorbereitung nicht aufs Zeitfahren konzentriert, wir wollten vor allem meine Kletterleistung verbessern“, erklärte der 26-Jährige Eurosport. Dieses Vorhaben gelang, wie Pidcocks Ergebnisse etwa an der Estación de Esquí de Valdezcaray (2.), El Ferial Larra Belagua (5.) oder zuletzt am Alto de El Morredero (2.) zeigen.
Auf diesen Etappen legte er den Grundstein für den dritten Platz im Gesamtklassement, allerdings zeigte sich Q36.5 auch im Teamzeitfahren auf der Höhe, als in Figueres Rang acht heraussprang und der Rückstand etwa gegenüber Red Bull – Bora – hansgrohe in erträglichen Grenzen gehalten wurde. “Ich habe nur eine Mannschaftszeitfahr-Session und das Mannschaftszeitfahren absolviert“ machte Pidcock deutlich, dass er mit seinen Teamkollegen keine besondere Vorbereitung darauf absolviert hatte.
Umso erfreuter war er nun, dass es im Einzelzeitfahren auf dem flachen Parcours von Valladolid so gut lief. “Ich habe mich heute wirklich superstark gefühlt“, sagte er dazu. Aber auch an den Tagen zuvor lief es rund, nachdem Pidcock zur Mitte der Rundfahrt ein kleines Tal zu durchschreiten hatte. “Die (wegen Protesten neutralisierte) Bilbao-Etappe hat mich mental viel gekostet. Das musste ich erstmal verarbeiten. Im letzten Teil der zweiten Woche habe ich ziemlich gelitten, aber diese Woche fühle ich mich wieder so, wie es im ersten Teil des Rennens der Fall war“, berichtete er und betonte nochmals: “Ich fühle mich super gut. Ich habe viel Selbstvertrauen.“
Das gilt auch mit Blick auf die entscheidende vorletzte Etappe mit der Bergankunft an der Bola del Mundo, wo am Samstag auf 2.253 Metern Höhe die Entscheidung im Kampf um das Vuelta-Podium fallen wird.
Die Absicherung von Rang drei hat nach wie vor Priorität, allerdings würde Pidcock nur zu gerne auch einen Etappensieg mit nach Hause nehmen. Die Chance darauf wurde ihm in Bilbao genommen, als er hinter Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) als Zweiter ins vorverlegte Ziel kam – aber auf der 11. Etappe wurde eben nur die Zeit für das Gesamtklassement genommen und aufgrund der Umstände nicht um den Tagessieg gekämpft.
Nahe dran war Pidcock nochmals auf der 17. Etappe, als er 16 Sekunden hinter Giulio Pellizzari (Red Bull – Bora – hansgrohe) als Zweiter noch vor Hindley und Vingegaard ins Ziel am Alto de El Morredero kam. “Im Nachhinein weiß man alles immer besser. Ich war zum ersten Mal in so einer Situation“, sagte er mit Blick auf den entgangenen Etappensieg, um dann aber klarzustellen: “Für mich ist das Podium wichtiger als ein Etappensieg. Ich würde natürlich auch gerne gewinnen, aber es ist halt ein schwieriger Balanceakt“, fügte er an.
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