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24.01.2026 | (rsn) – Nach mehr als zwei Jahren durfte Puck Pieterse (Fenix – Premier Tech) wieder aufs höchste Podest eines Weltcups steigen. In Maasmechelen setzte sich die Niederländerin zehn Sekunden vor ihrer Teamkollegin und Landsfrau Ceylin del Carmen Alvarado durch. Im Duell um den zweiten Rang war die Französin Amandine Fouquenet (Pauwels Sauzen – Altez) der Niederländischen Meisterin unterlegen. Als Zehnte verpasste Lucinda Brand (Baloise – Het Poetsbureau Lions) deutlich das Podium, womit ihre historische Serie riss. Platz vier ging an die Italienerin Sara Casasola (Crelan – Corendon)., Fünfte wurde die Tschechin Kristyna Zemanova (Brilon).
Zuletzt war Pieterse in der wichtigsten Cross-Rennserie Anfang Januar 2024 in Zonhoven erfolgreich. “Es ist eine große Erleichterung wieder im Weltcup gewonnen zu haben. Letzte Saison habe ich das nicht geschafft und dadurch habe ich gemerkt, wie besonders das eigentlich ist“, freute sich die 23-Jährige im Ziel-Interview. Auf der schnellen aber technischen Strecke in Maasmechelen war Pieterse den Großteil des Rennens allein im Wind. “Es sah vielleicht aus, als würden da heute ein paar Straßenfahrer herumrasen. Aber das war definitiv nicht so, das war heute eines der schwereren Rennen“, erzählte sie weiter.
Eine Woche vor der WM in Hulst war ihr Erfolg für Pieterse auch ein Fingerzeig: “Ich wusste, dass die Form dieses Wochenende sehr gut sein muss, wenn man nächste Woche etwas leisten will. Die letzten beiden Wochen nach der Niederländischen Meisterschaft waren nicht einfach und dich freue mich, dass jetzt alles auf seinen platz gefallen ist“, sagte sie. Die Chancen auf die Titelverteidigung bei den nationalen Meisterschaften hatte sie nach einem Sturz eingebüßt.
Fouquenets Träume auf den ersten Weltcup-Sieg platzten mit ihrem Reifen in der vorletzten Runde. “Ich freue mich über den dritten Rang, aber ich denke, ich hätte auch den ersten Platz in den Beinen gehabt. Es macht sowieso Spaß, um den Sieg mitfahren zu können“, zeigte sich die 24-Jährige zufrieden.
Eine andere Gefühlslage dürfte bei Brand vorgeherrscht haben. In den vergangenen beiden Jahren war die Niederländerin immer unter den besten drei Fahrerinnen ins Ziel gekommen. Dabei hatte sie den Rekord von Vos für die meisten Podien in Folge gebrochen, geschlechterübergreifend hätte sie nächste Woche bei der WM mit dem Rekord von Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech), der 66 Mal in Serie auf dem Podest stand, gleichziehen können. Mit Platz zehn endet Brands Serie nun aber bei 63 Rennen.
Theresia Schwenk nahm zum ersten Mal einem internationalen Cross-Rennen teil. Die Dritte der DM war die beste der fünf deutschen Starterinnen und erreichte das Ziel als 51. von 61 Teilnehmerinnen. Kaija Budde (Pure Energy – Haro Bikes) durfte ebenfalls zu Ende fahren, sie belegte Rang 53.
Die 36-jährige Brand stand schon vor dem Abschlusswochenende des Weltcups als Gesamtsiegerin fest. Platz zwei belegt weiterhin Aniek van Alphen (Seven), die in Maasmechelen Elfte wurde. Das Finale der Serie findet morgen in Hoogerheide statt.
Leonie Bentveld (Pauwels Sauzen – Altez) erwischte den besten Start, als sie aus dem Pedal rutschte, wurde sie von ihrer Teamkollegin Fouquenet an der Spitze abgelöst. Die Französin zog das Feld auseinander und als es an einem steilen Hügel zu einem Stau kam, setzte sie sich allein ab. Pieterse, Casasola und Kata Blanka Vas (SD Worx – Protime) kamen heran und zusammen erreichte das Quartett die erste Zielpassage neun Sekunden vor Annemarie Worst (Seven) und weiteren Fahrerinnen.
Vorn sorgte nun Pieterse für Tempo, die Verfolgung leitete ihre Teamkollegin Alvarado. Die Niederländerische Meisterin schien zunächst die Lücke schließen zu können, musste die Gruppe dann aber doch ziehen lassen. Brand fand nicht richtig ins Rennen und stürzte kurz vor der Sandpassage auch noch. Pieterse zog das Spitzenquartett auseinander und das lag eingangs der dritten von sechs Runden zehn Sekunden vor Alvarado und Shirin van Anrooij (Baloise – Het Poetsbureau Lions). Brand wies als Zehnte bereits 23 Sekunden Rückstand auf.
Pieterse wurde Vas und Casasola kurz darauf los. Das Duo wurde von Alvarado eingeholt, die sich wiederum von van Anrooij abgesetzt hatte. Vorn hatte Fouquenet Probleme, Pieterse zu folgen und musste ihre Gegnerin ziehen lassen. Vas konnte dem Tempo von Casasola und Alvarado nicht mehr folgen.
Bei der nächsten Zielpassage hatte Pieterse vier Sekunden Vorsprung auf Fouquenet und derer 14 auf Alvarado und Casasola. Brand schob sich zwar auf Position acht vor, lag aber nun sogar um 31 Sekunden hinten. Fouquenet büßte weiter vorn zumindest keinen weiteren Boden ein. Am schwierigen Hügel konnte Pieterse nur knapp einen Sturz vermeiden, ihre Verfolgerin kam aber noch schlechter hinauf und machte so keinen Boden gut. Besser lief es bei Alvarado und Casasola, die früh abstiegen und etwas Zeit gewannen.
Fünf Sekunden trennten die beiden Ersten bei der nächsten Einfahrt auf die Zielgerade. Alvarado und Casasola folgten zwölf Sekunden danach. Brand war auf Platz sechs vorgerückt, ihr Rückstand war allerdings gleich geblieben. Nachdem Pieterse sich an der Traverse einen Fehler geleistet hatte, fuhr Fouquenet die Lücke schnell und übernahm gleich die Spitze. Da sie aber ein niedrigeres Tempo anschlug, kam das Verfolgerduo fast heran. Dann aber hatte Fouquenet kurz vor dem Materialposten einen Platten und Pieterse zog davon. Die Französin kam direkt hinter Alvarado und Casasola aus der Box. Wenig später sprengte die Niederländische Meisterin dieses Trio, wobei Fouquenet sich erneut an sie herankämpfte.
Als die Glocke geläutet wurde, lag Pieterse wieder neun Sekunden vor den beiden Verfolgerinnen, Casasola hatte 17 Sekunden eingebüßt. Brand war als Fünfte 35 Sekunden langsamer als die Spitzenreiterin. Alvarado hielt nun in der Verfolgung auf ihre Teamkollegin erstmals die Beine still, wodurch sie Fouquenet die Führungsarbeit aufdrängte. Die brachte beide Fenix-Fahrerinnen ins Schwitzen. Als sie aber am steilen Hügel zu Boden ging, war die Entscheidung zu Gunsten von Pieterse gefallen. Alvarado zog im Finale noch an ihrer Begleiterin vorbei. Zemanova löste sich aus der Brand-Gruppe und wurde Fünfte.
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