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25.01.2026 | (rsn) – Dylan Groenewegen hat einmal mehr bewiesen, dass er noch nicht zum alten Eisen zählt. Der 32 Jahre alte Sprinter, der nach einer wenig erfolgreichen Saison 2025 Jayco – AlUla verlassen und im Winter bei den Unibet – Rose Rockets angeheuert hatte, gewann in seinem ersten Rennen für das neue Team die Clàssica Comunitat Valenciana (1.1) und sicherte der Mannschaft damit auch den ersten Sieg seit dem Einstieg von Rose als Namenssponsor. Nach 200 Kilometern von La Nucia nach Valencia hielt Groenewegen dabei nicht nur irgendwen in Schach, sondern unter anderem auch in Paul Magnier (Soudal – Quick-Step) einen der Shooting Stars der abgelaufenen Saison.
Magnier wurde Zweiter hinter dem Niederländer, Rang drei ging an Emilien Jeannière (TotalEnergies), bevor in Elmar Reinders als Vierter ein weiterer Unibet-Profi den Tag für das Team rundmachte. Auch wenn sich das Ergebnis wie das eines klassischen Massensprints liest, ist es doch das Resultat einer Windkantensituation. 33 Kilometer vor dem Ziel zerriss das Feld nach den ersten 17 Fahrern. Unibet war mit vier Profis die stärkste Fraktion, aber auch Soudal war wie Jayco - AlUla mit drei Mann vertreten. Obwohl sich die vordere Gruppe auf den verbleibenden, komplett flachen Kilometern nie mehr als 30 Sekunden herausfahren konnte, schaffte das Feld die Rückkehr nicht.
Unmittelbar bevor das Peloton auf der Kante zerlegt wurde, wurden die Ausreißer des Tages zurückgeholt. Enzo Leijnse, der im Vorjahr noch für Picnic – PostNL unterwegs war, dort aber keinen neuen Vertrag unterschrieb und jetzt auf der Kontinental-Tour für die portugiesische Formation Anicolor - Campicarn unterwegs ist, wurde gemeinsam mit Samuele Zoccarato (MBH Bank - CSB -Telecom Fort) zurückgeholt. Das Duo hatte sich kurz nach dem Start abgesetzt und den hügeligen, ersten Teil des Rennens zunächst noch kurzzeitig gemeinsam mit Jokin Murguialday (Euskaltel – Euskadi) absolviert. Mehr als fünfeinhalb Minuten Vorsprung wies die Uhr zwischenzeitlich an Vorsprung für die Ausreißer auf, doch das sollte nicht reichen.
Im vergangenen Jahr war die Clàssica, die seit ihrer Wiederbelebung 2021 nach 16 Jahren Pause immer in entgegengesetzter Richtung zum Vorjahr ausgetragen wird, noch Schauplatz für den einzigen Saisonsieg von Marc Hirschi (Tudor). Nun waren es aber wieder die Sprinter, die um den Sieg kämpfen. Für Groenewegen war es quasi eine Titelverteidigung, denn 2024 hatte er ebenfalls das Rennen in der Richtung von La Nucia nach Valencia gewonnen. Der neuerliche Triumph war der 78. seiner Karriere – und ein Zeichen an die Konkurrenz, dass mit ihm weiterhin zu rechnen ist. “Es ist immer schön, die Saison für ein neues Team so zu beginnen“, so der Niederländer nach seinem Rennen. “Das Team hat es geschafft, mich für den Sprint in die Pole Position zu bringen. Es ist ein Topstart für die Mannschaft wie auch für mich selbst. Wir können sehr zufrieden mit uns sein.“
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