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26.01.2026 | (rsn) – Bei der Clàssica Comunitat Valenciana (1.1) hatte Sprintcoach Marcel Kittel seinen ersten Einsatz im Auto von Unibet – Rose Rockets. Und am Ende der 200 Kilometer von La Nucia nach Valencia trumpfte sein Kapitän Dylan Groenewegen ganz groß auf und ließ unter anderem Paul Magnier (Soudal – Quick-Step) hinter sich – und zwar deutlich. Dem vorausgegangen nicht nur eine insgesamt starke Teamleistung, sondern auch eine Sprintvorbereitung, bei der die Handschrift des Deutschen sofort sichtbar wurde.
Groenewegen lobte Kittel kurz nach dem Rennen. “Es ist toll. Er bleibt wirklich ruhig und weiß, was getan werden muss. Er hat uns auch gesagt, dass wir im Finale nicht so viel an der Spitze fahren sollen“, berichtete er auf dem Youtube-Kanal des Teams. Infolgedessen kam Unibet erst rund 400 Meter vor dem Ziel in den Wind. “Wir sind spät losgefahren und hatten dann noch drei oder vier Fahrer“, erklärte der Niederländer.
Das erinnerte schon sehr an die Zeiten von Kittel bei Argos und Giant, die Vorgänger des heutigen Picnic – PostNL. Die Mannschaft revolutionierte damals die Sprintvorbereitung und überrollte spät im Finale meist mit einem kleinen Zug die Teams, die sich zuvor lange an der Spitze verausgabt hatten.
In Valencia klappte der Plan perfekt. Wegen einer Windkante bestand die Gruppe nur noch aus 17 Fahrern, vier davon trugen das Unibet-Trikot. Als Rory Townsend und als vorletzter Mann der Neoprofi Karsten Feldmann ihre Arbeit getan hatten, konnte Sprintanzieher Elmar Reinders mit seinem Job beginnen. Das geschah so überzeugend, dass er selbst noch Vierter wurde.
Groenewegen aber konnte aus dem Windschatten seines Helfers ungefährdet zum Sieg spurten. “Gestern ist Lukas (Kubis) Dritter geworden. Jetzt haben wir den ersten Sieg. Das ist ein guter Start“, bilanzierte er. Kittel hingegen gab sich nach dem Rennen bescheiden: “Im Auto macht man nicht viel. Man gibt Informationen weiter und hofft aufs Beste. Alles andere hat man davor schon getan.“
Die Arbeit davor hatte sich in Valencia auch gelohnt. “Das Rennen war mit seinen ganzen Anstiegen wirklich schwer. Ich bin froh, dass unser Plan geklappt hat. Nach 128 Kilometern hat es Jayco versucht und wir waren da, weil wir das Gleiche vor hatten“, verriet Kittel, der damit auf die entscheidende Windkantensituation anspielte.
Und so wurde direkt der erste Einsatz des 37-Jährigen - dessen Anfahrer aus Giant-Zeiten, Luka Mezgec (Jayco – AlUla), genau wie der zweite Sprinter des damaligen Teams, John Degenkolb (Picnic – PostNL), noch aktiv sind – gleich zum vollen Erfolg. “Hörst du jetzt auf? Du hast eine hundertprozentige Siegquote“, scherzte darum Teamchef Bas Tietema. Kittel bestätigte lachend: “Wenn man ganz oben ist, sollte man aufhören.“
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