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29.01.2026 | (rsn) - Yannis Voisard (Tudor) hat die 3. Etappe der 6. AlUla Tour (2.Pro) gewonnen und das Grüne Trikot des Gesamtführenden der fünftägigen Rundfahrt übernommen. Der 27-jährige Schweizer war nach 142 Kilometern vom Winter Park hinauf zum Bir Jaydah Mountain Wirkah der Stärkste des Feldes und sprintete auf den letzten 70 Metern an Sergio Higuita (XDS – Astana) vorbei.
Der Kolumbianer wurde an der Bergankunft noch hinter dem Portugiesen Afonso Eulalio (Bahrain Victorious) Tagesdritter. Sein Teamkollege Henok Mulubrhan erreichte das Ziel als Vierter vor dem Belgier Mauri Vansevenant (Soudal – Quick-Step) und Nicolas Vinokourov, dem dritten XDS-Fahrer in den Top Ten. Voisards Landsmann Jan Christen (UAE – Emirates – XRG) hatte sein Pulver zu früh verschossen und kam nicht über Rang neun hinaus.
“Es ist toll die Saison mit einem Sieg zu beginnen. Ich habe hier lange drauf gewartet. Ich bin superglücklich“, strahlte Voisard im Ziel-Interview. Seinen zuvor einzigen Sieg als Berufsradfahrer hatte er 27- 2023 bei einer Bergankunft der Tour de Hongrie (2.1) gefeiert. Während Christen am Schlussanstieg den zunächst besten Eindruck machte und einige Zeit vor dem immer kleiner werdenden Peloton unterwegs war, sparte sich der spätere Sieger seine Kräfte gut auf. “Ich wusste, dass ich wegen des Gegenwindes bis zum letzten Moment warten muss“, erklärte Voisard.
“Ich bin erst auf dem letzten Kilometer voll gefahren. Ich habe nicht an die Fahrer an meinem Hinterrad gedacht und konnte die Lücke nach vorn schließen. Ich wusste, dass ich bei so einer Ankunft einen ziemlich guten Sprint habe“, so Voisard. Den Spurt absolvierte er größtenteils sitzend, während Eulalio und Higuita aus dem Sattel gingen und ihre Räder stehend hin und her rissen.
“Es ist ein großer Sieg für uns, denn das Niveau liegt hier sehr hoch. Ich möchte mich bei meinen Teamkollegen bedanken, die haben heute einen tollen Job gemacht“, betonte Voisard. Zu seinen Mannschaftskameraden, die viel Zeit im Wind verbrachten, gehörte auch der deutsche Gastfahrer Bruno Keßler.
Im Gesamtklassement liegt Voisard vor vier Sekunden vor Eulalio, der bester Nachwuchsfahrer ist. Dritter ist Higuita mit sechs Sekunden Rückstand. Das Punktetrikot verteidigte der zweimalige Etappensieger Jonathan Milan (Lidl – Trek).
Das Streckenprofil der 3. Etappe der AlUla Tour| Foto: Veranstalter
Nader Hazazi (Nationalmannschaft Saudi Arabien), Muhammad Nur Rosli und Zhe Yie Kee (beide Terengganu) bildeten die Gruppe des Tages, die 26 Kilometer vor dem Ziel eingeholt wurde. Das meist von UAE – Emirates – XRG angeführte Peloton war bis dahin eher gemütlich unterwegs, was sich auch auf den nächsten 14 Kilometer nicht änderte.
Dann krachte es kurz nach dem von Daniel Skerl vor Phil Bauhaus (beide Bahrain Victorious) gewonnen Zwischensprint in einer Abfahrt bei rund 80km/h richtig. Laurenz Rex (Soudal – Quick-Step) und Fabien Grellier (TotalEnergies) blieben lange sitzen, aber am schlimmsten erwischte es UAE-Gastfahrer Davide Stella, der sich beim Crash fast seine gesamte Hose aufriss und nach einiger Zeit mit über die ganze Fläche aufgeschürftem Po wieder auf sein Arbeitsgerät stieg.
Anschließend ging es zum 4,9 Kilometer langen und 5,8 Prozent steilen Schlussanstieg, kurz zuvor war Keßler ausgeschert. Jayco – AlUla übernahm die Spitze und hinten stand die Tür schnell offen. Mit noch 3,5 zu fahrenden Kilometern musste auch der Gesamtführende Milan passen. Paul Double (Jayco – AlUla) eröffnete am 3-Kilometer-Schild das Finale. Ein erster Angriff des Briten brachte wenig, ein zweiter führte 500 Meter später zum Konter von Christen.
Der Schweizer riss eine Lücke, die von Gianmarco Garofoli (Soudal – Quick-Step) geschlossen werden konnte. Der übernahm allerdings nicht und so kamen die rund 30 Verfolger in einer Windstaffel wieder näher. Christen erkannte 1100 Meter vor dem Ziel, dass bei seinem Begleiter der Ofen aus war. Er attackierte und setzte sich ab. Eulalio griff mit Igor Arrieta (UAE – Emirates – XRG) am Hinterrad und schloss die Lücke. Mit noch 400 zu fahrenden Metern schafften auch Voisard und Higuita den Anschluss. Der Kolumbianer eröffnete kurz danach den Sprint, doch der Schweizer war deutlich stärker.
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