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30.01.2026 | (rsn) - Nachdem EF Education - EasyPost bei der Tour Down Under bereits mit einer unveröffentlichten Version des Cannondale-Straßenrades unterwegs gewesen war, hat der amerikanische Hersteller nun auch im Kampf gegen die Uhr nachgelegt.
Beim ersten Zeitfahren der Saison, dem Mannschaftszeitfahren der Trofeo Ses Salines (1.1), rollte das komplette Team auf neuem Material von der Startrampe. Sportlich endete die Premiere mit Rang neun, 47 Sekunden hinter auf das siegreiche Red Bull - Bora - hansgrohe, eher unspektakulär. Allerdings war auf Mallorca eher der Nachwuchs als die erste Garde des Teams unterwegs.
Das bisherige Modell hätte seine fünfte Saison vor sich gehabt. Für ein Straßenrad wirkt das fast schon ein wenig angestaubt, bei Zeitfahrrädern sind die Modellzyklen allerdings meist länger. Cannondale wählte jedoch keinen radikalen Ansatz mit weit ausgestellter Bajonettgabel und massivem Hinterbau, wie man es etwa beim neuen BMC-Modell gesehen hat, das Stefan Küng im Teamzeitfahren einsetzte.
Möglicherweise aus Gewichtsgründen, da so weniger Lack benötigt wird, sind die Räder komplett in Schwarz gehalten. | Foto: Cor Vos
Der Hersteller baut eher auf eine Weiterentwicklung des aktuellen Konzepts. Am deutlichsten fällt dabei die neue Gabel auf, die deutlich flächiger wurde. Auch das Steuerrohr wurde dahingehend angepasst und der Hinterbau überarbeitet. Das Oberrohr dagegen ist nun deutlich dünner. Man darf erwarten, dass der neue Rahmen den UDH Standard adaptiert und etwas mehr Reifenfreiheit bieten wird. Das Rad fügt sich damit gut in die aktuelle Designsprache der Marke ein.
Der Auflieger stammt weiterhin von Vision, der Basislenker ist aber neu. Ein Monostay ersetzt die klassische Lösung mit zwei Stützen. Der Auflieger sitzt jetzt außerdem auf zwei aerodynamisch geformten Profilen. Die Front dürfte insgesamt deutlich weniger Windwiderstand bieten.
Das neue Zeitfahrcockpit ist optimiert, bleibt aber klassisch aufgebaut: Der Auflieger sitzt auf dem Basislenker und ist nicht aus einem Stück | Foto: Cor Vos
Wie schnell das Paket wirklich ist, könnte sich zeigen, wenn Spezialisten wie Kasper Asgreen damit an den Start gehen. Der letzte Sieg der Männermannschaft im Kampf gegen die Uhr außerhalb von nationalen Meisterschaften datiert immerhin aus dem Jahr 2022. Damals gewann Mark Padun das Zeitfahren bei Gran Camiño (2.1).