Belgier lässt Red Bull auf Mallorca jubeln

Evenepoel gewinnt mit 50-km-Solo Trofeo Serra Tramuntana

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Remco Evenepoel (Red Bull - Bora - hansgrohe) hat die Trofeo Serra Tramuntana gewonnen. | Foto: Cor Vos

30.01.2026  |  (rsn) – Nach dem Sieg im Teamzeitfahren hat Red Bull – Bora – auch am dritten Tag der Mallorca Challenge (1.1) jubeln können. Mit einer ersten Attacke bereits 55 Kilometer vor dem Ziel löste sich Neuzugang Remco Evenepoel bei der schweren Trofeo Serra Tramuntana aus dem Feld und schüttelte fünf Kilometer später in der Abfahrt vom Coll de Soller seine letzten Begleiter ab.

Danach baute der Belgier sich einen Vorsprung von rund zwei Minuten auf und setzte sich schließlich nach insgesamt 154,3 Kilometern von Selva zum Kloster von Lluc als Solist durch, um seinen ersten individuellen Sieg im Trikot des deutschen WorldTour-Teams zu feiern.

“Ich freue mich, auf diese Art ein neues Kapitel in meiner Karriere aufzuschlagen. Ich bin froh, dass wir unseren Plan von heute Morgen umsetzen konnten. Das ist auf jeden Fall gut für unsere Motivation. Es war ein wirklich hartes Rennen. Vor allem im Mittelteil ging es ständig rauf und runter, sodass man sich nirgends richtig erholen konnte. Der letzte Anstieg war auch hart, hart genug, um den Unterschied auszumachen“, sagte Evenepoel im Ziel und sprach von einem “guten Tag für das Team.“

Dem will er gerne einen weiteren folgen lassen: Evenepoel wird auch am Samstag die Trofeo Andratx - Pollenca bestreiten. “Es wäre großartig, den dritten Sieg in Folge einzufahren. Wir werden wieder alles geben“, fügte er an.

Rund 1:40 Minuten hinter dem dreimaligen Zeitfahrweltmeister sicherte sich der Portugiese Antonio Morgado (UAE – Team Emirates – XRG) im Sprint eines Verfolgertrios den zweiten Platz vor dem Italiener Christian Scaroni (XDS – Astana) und dem Franzosen Mathys Rondel (Tudor).

Hinter dem Italiener Andrea Vendrame (Jayco – AlUla) kam der Österreicher Felix Großschartner (UAE – Team Emirates – XRG) auf Rang sechs ins Ziel. Nach einer erneut überzeugenden Vorstellung war Georg Steinhauser (EF Education – EasyPost) als Achter bester deutscher Profi und konnte damit auch im dritten der fünf Rennen der Mallorca Challenge ein Top-Ten-Ergebnis verbuchen.

Zu den sieben Ausreißern des Tages um die beiden Uno-X-Profis Magnus Cort und Martin Tjotta gehörte auch Ole Theiler vom deutschen Kontinental-Team Rembe – rad-net. Der 23-Jährige fiel am Puig Major, mit 1.445 Metern der höchste Berg auf Mallorca, als erster Fahrer 80 Kilometer vor dem Ziel aus der Spitzengruppe heraus.

Bei strahlendem Sonnenschein wurden die verbliebenen Ausreißer am Coll de Soller 55 Kilometer vor dem Ziel gestellt. Für Tempo im Feld sorgte vor allem das von Evenepoel angeführte Team Red Bull. Kurz vor dem Zusammenschluss attackierte der Doppel-Olympiasieger fünf Kilometer vor dem Gipfel, folgen konnten nur die beiden Spanier Adrià Pericas (UAE - Team Emirates – XRG) und Pablo Castrillo (Movistar), die zuvor bereits in der Ausreißergruppe dabei gewesen waren.

Rund eine halbe Minute hinter dem Spitzentrio folgte eine achtköpfige Verfolgergruppe um das Movistar-Duo Enric Mas und Diego Pescador, Morgado und Steinhauser.

Das Profil der Trofeo Serra Tramuntana | Foto: Veranstalter

In der Abfahrt schüttelte Evenepoel seine Begleiter ab und fuhr sich in der darauf folgenden Ebene einen Vorsprung von mehr als zwei Minuten auf eine neu zusammengesetzte Gruppe um Mas und Pavel Sivakov (UAE – Team Emirates – XRG) heraus, die gut 20 Kilometer vor dem Ziel aber vom Feld wieder gestellt wurde.

Davon unbeeindruckt spulte Evenepoel sein Programm weiter ab und behauptete seine Spitzenposition auch im letzten Anstieg des Tages, dem 8,4 Kilometer langen Coll de sa Batalla, der eine durchschnittliche Steigung von rund fünf Prozent aufwies. Dort sorgte vor allem der Luxemburgische Meister Artur Kluckers (Tudor) im Feld für Tempo, ohne dass sich am Rückstand etwas änderte.

Am letzten Gipfel des Tages zwei Kilometer vor dem Ziel betrug Evenepoels Vorsprung immer noch rund 1:40 Minuten. Die behauptete der 26-Jährige in der kurzen Abfahrt, um am Kloster von Lluc ungefährdet den 68. Sieg seiner Profikarriere feiern zu können. Im Kampf um die Plätze setzte sich Morgado vor Scaroni und Rondel durch.

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