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01.02.2026 | (rsn) – Arne Marit hat die Fabel-Serie von Red Bull – Bora – hansgrohe bei der Mallorca Challenge um einen weiteren Sieg verlängert um im fünften und letzten Rennen der losen Serie den vierten Sieg geholt. Nach 158 Kilometern der Trofeo Palma mit Start in Marratxi und Ziel auf der namensgebenden Inselhauptstadt siegte Marit in seinem ersten Rennen für Red Bull vor Max Kanter (XDS – Astana) und Alessio Magagnotti, der ebenfalls das Red-Bull-Trikot trägt, aber eigentlich noch zu den Rookies gehört.
Auch Magagnotti ist neu im Team. Der 19-Jährige Italiener fuhr im Vorjahr noch für ein Clubteam und war vor bei nationalen Rennen unterwegs, die er zuletzt aber auch regelmäßig für sich entschied. Tatsächlich sollte er für Red Bull sogar den Sprint fahren, wie Marit im Interview mit Eurosport bestätigte. “Ich habe die ganze Zeit nach ihm gesucht, aber wir haben uns verloren. Es hab in der letzten scharfen Kurve einen Crash. Da habe ich dann niemanden mehr von uns gesehen und im Kopf dann umgeswitcht, als nur noch etwa 20 Leute da waren“, schilderte der Belgier. “(Davide) Donati kam dann zurück und hat mich bis 800 Meters vors Ziel gebracht. Ich habe dann noch mal Magagnottis Namen geschrien, aber nichts gehört.“ Als dann ein anderer Fahrer schnell an ihm vorbeifuhr, habe sich Marit einfach an dessen Hinterrad gehängt. “Bei noch 300 Metern war ich dann an zweiter Position. Und dann habe ich Vollgas gegeben.“
Mit Erfolg. Marit feierte den zweiten Sieg seiner Karriere. Der erste liegt mehr als vier Jahre zurück und stammt vom Grand Prix Morbihan (1.Pro). “Ich habe das hier nicht erwartet, weil ich von einem Leadout ausgegangen bin. Jetzt habe ich selbst gewonnen. Das ist sehr emotional. Ich war zuletzt oft nah dran, aber es hat nie gereicht“, sprudelte es aus dem 27-Jährigen heraus. Marit war quasi aus der Insolvenzmasse von Intermarché – Wanty zu Red Bull gekommen. Trotz laufenden Vertrages war er nicht beim neuen Fusionsteam Lotto – Intermarché untergekommen.
Auch Lotto hatte sich im Finale der Trofeo Palma engagiert, wurde dann aber, durch den Sturz bei knapp zwei Kilometern vor Ziel, ausgebremst. Auch Dylan Groenewegen (Unibet – Rose), der als Favorit in den Sprint gegangen war, wurde dadurch mit seinem Zug etwas aus dem Konzept gebracht und wurde nur Siebenter. Wie Marit war auch Kanter im vorentscheidenden Moment vor dem Sturz gewesen. Aber wie so oft in der Vorsaison musste der Deutsche wieder einem anderen Profi den Vortritt lassen.
Den ersten Teil des Tages hatte Danny van der Tuuk (Euskaltel – Euskadi) bestimmt. Als Ausreißer wurde der Pole 66 Kilometer vor dem Ziel gestellt. Sein Verfolger war lange Zeit Ole Theiler (Rembe – rad-net) gewesen, der aber nie hatte aufschließen können. Als der Pole dann vom Peloton gestellt wurde, übernahm ein neues Quartett, beim dem nochmal zwei Deutsche eine Rolle spielten. Michel Hessmann (Movistar) und Jasha Sütterlin (Jayco – AlUla) waren mit Rune Herregodts (UAE – Emirates – XRG) und Jelle Johannink (Unibet – Rose) unterwegs. Die Gruppe bekam aber nicht mehr allzu viel Spielraum und kaum mehr als eine halbe Minute Vorsprung zugesprochen. Zunächst ließ sich 15 Kilometer vor dem Ziel Sütterlin zurückfallen, dann folgten Hessmann und Johannink. Herregodts wurde erst vier Kilometer vor dem Ziel gestellt. Der Rest stand im Zeichen der Sprintvorbereitung.
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