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02.02.2026 | (rsn) – Bei der Querfeldein-DM in Bensheim war Fabian Eder noch knapp Zweiter hinter Marcel Meisen. Bei der Cross-WM in Hulst hat der 22-Jährige seinen 15 Jahre älteren Landsmann in Schach gehalten – und es war erneut knapp. Eder kam als 25. ins Ziel, Meisen brauchte acht Sekunden länger und landete einen Platz dahinter.
Dabei begann seine erste Cross-WM bei der Elite für Eder alles andere als ideal. “Ich war gleich in der 1. Runde im Crash. Dann war ich erst mal ganz hinten und musste richtig investieren, um nach vorn zu kommen“, erzählte er im Gespräch mit RSN. Die Rundenzeiten zeigen, was der Syntace-Fahrer meinte. Die Auftaktschleife mit dem Sturz absolvierte er in 8:13 Minuten. Die 2. Runde schloss er in 7:51 Minuten ab. Diese Zeit konnte er danach nicht mehr erreichen.
Nur wenige Fahrer kamen die Schlüsselstelle auf dem Rad hinauf, Fabian Eder und auch Marcel Meisen gehörten zu ihnen. | Foto: Kevin Kempf
Einen Positionsgewinn brachte die schnelle Runde allerdings nicht ein. Eder blieb 30., hatte den Kontakt zu anderen Athleten aber wiederhergestellt. “Das hat aber viele Körner gekostet und das habe ich relativ schnell gebüßt. Und dann war klar, dass nicht mehr so viel nach vorn geht, weil die Abstände groß waren“, meinte er. Auch wenn er “nur noch“ fünf Positionen gewonnen hatte, lieferte er sich vom zweiten bis zum sechsten Umlauf ein Kopf-an-Kopf-Duell mit Meisen, der immer in der Nähe seines German-Cycling-Kollegen blieb.
So stellte sich die Frage, ob die erneute “Rückkehr des alten Mannes“ noch einmal motiviert habe. “Auf jeden Fall“, lachte Eder. “Ich bin heute Morgen mit Marcel die Strecke abgefahren, da kann man schon noch mal was lernen. Ich denke, es war gut, dass wir nicht allein rumgefahren sind. So haben wir uns ein wenig gepusht“, urteilte er. Und so kann sich Eders Ergebnis durchaus sehen lassen. Bei seiner einzigen Cross-WM bisher, in Tabor 2024, wurde er 19. in der U23 – und auch wenn Quervergleiche immer schwierig sind, scheint das eine gute Entwicklung zu sein.
Manchmal musste aber auch Eder absteigen und laufen. | Foto: Kevin Kempf
Trotzdem zog Eder kein durchweg positives Fazit: “Ich hatte mir ein bisschen mehr erhofft. Andererseits war meine Vorbereitung nicht ideal, weil ich noch Prüfungsphase hatte und angeschlagen bin, wie man vielleicht hört. Deswegen war es okay.“ Okay war es auch, wenn man sich die Saison des Deutschen Vize-Meister Eder ansieht. Er hat im gesamten Winter nur fünf UCI-klassifizierte Querfeldein-Events bestritten. Auch national hielt er sich zurück. Neben der DM, die vom Weltradsportverband anerkannt ist, bestritt er im Rahmen der Bundesliga nur den 3. Lauf in Wörth an der Donau – und den gewann er mit mehr als einer Minute Vorsprung.
So lässt sich vermuten, dass noch mehr im Crosser Eder steckt als das, was er schon gezeigt hat. Doch danach wird er erst mal nicht suchen. “Für mich ist Cross zu Ende und dann geht es im März weiter mit Mountainbike“, verriet er. Auf den breiten Reifen feierte er letzte Saison sein bestes Ergebnis als Zwölfter der U23-EM im XCO.
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