Cross-Bondscoach geht nicht von Karriereende aus

Rekordmann van der Poel: Weiter bis zum zehnten WM-Titel?

Foto zu dem Text "Rekordmann van der Poel: Weiter bis zum zehnten WM-Titel?"
Mathieu van der Poel (Alpecin - Premier Tech) | Foto: Cor Vos

03.02.2026  |  (rsn) – Seit einiger Zeit schon und in den vergangenen Wochen vermehrt wurde über die Cross-Zukunft von Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) spekuliert. Nach seinem achten Weltmeistertitel sagte der Niederländer in Hulst gegenüber Wielerflits, er habe über einen möglichen Rückzug aus dem Crosssport oder zumindest eine Pause zugunsten der Fokussierung auf die Straße noch keine Entscheidung getroffen

Sein Nationaltrainer Gerben de Knegt jedenfalls geht nicht davon aus, dass sein Topstar bald aufhören wird. “Nach dem Zieleinlauf habe ich ihm scherzhaft gesagt: Acht ist schön, aber zehn ist noch schöner“, sagte De Knegt am Tag nach der Weltmeisterschaft gegenüber WielerFlits und fügte an: “Zehn Weltmeistertitel in Hoogerheide (wo 2028 die Cross-WM stattfinden wird, d. Red.) … ich denke, das ist es, was ihm wohl vorschwebt.“

Dann wäre van der Poel 33 Jahre alt und sähe sich wohl noch größerer Gegenwehr seines Landsmanns Tibor Del Grosso und des Belgiers Thibau Nys ausgesetzt. Der 22-jährige Del Grosso hatte in Hulst mit 35 Sekunden Rückstand auf den Titelverteidiger Silber geholt, der ein Jahr ältere Nys wie bereits bei der WM in Liévin den Bronzerang belegt. “Als wir am Sonntag darüber sprachen, sagte Mathieu, sein Nachfolger stehe neben ihm und deutete auf Tibor“, sagte de Knegt – wobei van der Poel aber offensichtlich nicht sagte, wann ihm Del Grosso nachfolgen würde.

Der Bondscoach jedenfalls sieht den Rekordweltmeister auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit und das Karriereende noch fern. “Mathieu ist ja auch erst 31 Jahre alt. Seine besten Jahre sind normalerweise jetzt. Er selbst sagt, dass ihm Cyclocross mehr Spaß macht als je zuvor. Die einzige Frage ist, wie stark sein Leistungsabfall sein wird. Wenn man ihn jetzt sieht, strotzt er vor Gesundheit. Er sieht unglaublich fit aus“, so der 50-jährige Niederländer, der offensichtlich nicht davon ausgeht, dass ein Leistungsabfall in näherer Zukunft zu erwarten sein wird.

Nach seinem souveränen Sieg in Hulst wird van der Poel wie in den vergangenen Jahren auch eine kurze Pause einlegen und dann den Fokus auf die Frühjahrsklassiker richten. Möglicherweise wird er am 28. Februar seine Premiere beim Omloop Het Nieuwsblad geben. Früher war er zuletzt 2021 in eine Straßensaison eingestiegen, als er die damalige UAE Tour bestritt, die am 21. Februar begonnen hatte. Nach seinem Auftaktsieg, war damals aber ein Teambetreuer positiv auf Corona getestet worden. Deshalb musste das gesamte Alpecin-Team die Rundfahrt bereits am Tag darauf verlassen.

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