Mit der Tante als Mechanikerin

Wyllie und Fisher-Black sind neuseeländische Zeitfahrmeister

Von Sebastian Lindner

Foto zu dem Text "Wyllie und Fisher-Black sind neuseeländische Zeitfahrmeister"
Finn Fisher-Black hat seinen neuseeländischen Meistertitel im Zeitfahren aus dem Vorjahr verteidigt. | Foto: Cor Vos

05.02.2026  |  (rsn) – Für Ella Wyllie (Liv – Jayco – AlUla) und Finn Fisher-Black (Red Bull – Bora – hansgrohe) hat sich die Verlängerung ihrer Australien-Kampagne gelohnt. Die beiden WorldTour-Profis sind in ihrer neuseeländischen Heimat Zeitfahrmeister in den Eliteklassen geworden. Für Wyllie war es der erste Titel im Kampf gegen die Uhr. Vorjahresmeisterin Kim Cadzow (EF Education – Oatly) war nicht am Start. Fisher-Black hingegen hat seinen Titel von 2025 erfolgreich verteidigt.

Der24 Jahre alte Red-Bull-Profi hatte mit der nationalen Konkurrenz keine Probleme. Zweiter wurde der 42 Jahre alte Amateur Glenn Haden, der nach 44,2 Kilometern 1:11 Minuten Rückstand auf Fisher-Black aufwies, der seinerseits 52,24 Minuten für die Strecke gebraucht hatte. Die Konkurrenten aus der WorldTour George Bennett (NSN) und Reuben Thompson (Lotto – Intermarché) hatten deutlich mehr Rückstand.

"Es ist eine zusätzliche Motivation in Europa auf der WorldTour, dieses Trikot im Zeitfahren zu tragen, besonders bei einer Grand Tour, wenn man nach unten schauen und den Farn sehen kann und was er repräsentiert", sagte Fisher-Black nach seinem Rennen. “Es ist ein besonderes Trikot für mich und mein Team – Red Bull liebt es, ein Nationaltrikot im Sortiment zu haben.“ Mit seiner Leistung fand Fisher-Black okay. “Ich war mit der heutigen Ausführung zufrieden und habe mich über die Fahrt gefreut, aber ich werde sie heute Abend noch einmal Revue passieren lassen, denn es gibt immer etwas zu verbessern.“

Enger war es im Wettkampf der Frauen. Wyllie hatte nach 27,6 Kilometern 29 Sekunden Vorsprung auf Mikayla Harvey von SD Worx – Protime. “Ich war hier, um meine beste Leistung zu zeigen, was bedeutete, meine Abläufe perfekt zu beherrschen“, sagte Wyllie, die dabei aber auf spezielle Hilfe setzen konnte. “Ich hatte heute besondere Unterstützung durch meine Mutter und meine Tante als meine Managerinnen und Mechanikerinnen.“ Darüber hinaus habe Wyllie, wie sie sagt, “am Ende der Saison viel mit meinem Team gearbeitet, um sicherzustellen, dass ich für dieses Zeitfahren in der richtigen Verfassung war. Hinter den Kulissen gibt es für dieses Rennen schon lange vor dem Renntag viel zu tun.“

Sowohl Wyllie als auch Fisher-Black richten nun den Blick auf Samstag. Dann stehen die Straßenrennen an. Während Wyllie diesen Titel schon 2024 einmal für sich beanspruchen konnte, wartet Fisher-Black noch auf seinen ersten Sieg im Straßenrennen der Elite. “Es wird eine Herausforderung. Es gibt immer ein großes Gedränge, und es ist ein Rennen, das jeder gewinnen kann. Letztes Jahr habe ich einige Fehler gemacht, aber hoffentlich bin ich dieses Mal bereit für die Angriffe der vielen nationalen Spitzenfahrer“, so Fisher-Black

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