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05.02.2026 | (rsn) – Sie war die haushohe Favoritin und gewann in aller Deutlichkeit. Lorena Wiebes (SD Worx – Protime) hat erwartungsgemäß die tellerflache 1. Etappe der UAE Tour Women (2.WWT) für sich entschieden. Die Niederländerin feierte im ersten internationalen Renneinsatz des Jahres ihren ersten Sieg vor Lara Gillespie (UAE – ADQ) und Zoe Bäckstedt (Canyon – SRAM – zondacrypto) im Massensprint. 111 Kilometer von Al Mirfa nach Madinat Zayed waren zu absolvieren. Zum Auftakt ihrer vierten Teilnahme jubelte Wiebes damit bereits zum siebenten Mal in den Emiraten. Drei erste Plätze stammen aus dem Vorjahr, auch die Schlussetappe 2025 ging an sie. Wiebes macht damit an der Stelle weiter, wo sie aufgehört hatte.
“Das ist ein wirklich toller Start in das Jahr“, sagte die 26-Jährige im Siegerinterview. “Ich wussten von den vergangenen Jahren schon, dass es hier vorm Ziel ewig lange geradeaus geht. Aber die Mannschaft hat gut gearbeitet und mir den Sprint vorbereitet, auch wenn wir hier nicht das normale Leadout-Team am Start haben.“
Wiebes übernimmt mit ihrem Sieg auch das erste Leadertrikot der Rundfahrt sowie die Führung in der Punktewertung. Als beste Nachwuchsfahrerin wird Bäckstedt gewertet. Einzige Deutsche im Feld, dafür aber im Meistertrikot unterwegs, ist Franziska Koch (FDJ – Suez), die sich durch Bonussekunden am Zwischensprint auch schon einen kleinen Vorteil sichern konnte und als Fünfte acht Sekunden Rückstand auf Wiebes aufweist.
Auch die 2. Etappe weist keine topografischen Hürden auf und endet mutmaßlich im Massensprint.
Es dauerte ein paar Kilometer, bis das Rennen Fahrt aufnahm. Erst nach etwa 15 Kilometern fand sich ein Trio, dass die Fluchtgruppe gestalten wollte. Nina Berton (EF Education – Oatly), Monica Castagna (Top Girls Fassa Bortolo) und Gaia Segato (Vini Fantini – BePink) fanden sich zusammen. Doch das Abenteuer war nur rund zehn Kilometer später schon wieder vorbei. Denn im Wüstenwind, der von hinten schob, hatte das Feld zwischenzeitlich mehr also 60 km/h drauf. Dem hatte die Spitze nichts entgegenzusetzen.
Als das Tempo wieder etwas zurückging, versuchte sich Segatos Teamkollegin Andrea Casagranda gemeinsam mit der von Castagna, Elisa De Vallier, erneut vom Feld abzusetzen. Aber auch dieser Versuch endete bereits 56 Kilometer vor dem Ziel wieder. Das Tempo zog derweil auf dem komplett flachen Kurs wieder an, was dazu führte, dass auch erste prominentere Namen den Anschluss den Anschluss verloren. Martina Fidanza (Visma – Lease a Bike) oder auch Neve Bradbury (Canyon – SRAM – zondacrypto) hatten große Mühe.
Nach den gescheiterten ersten zwei Ausreißversuchen gab es in der Folge keine weiteren Versuche, sich aus dem Feld heraus abzusetzen. So gingen auch die beiden Zwischensprints an Frauen aus dem Peloton: Juliette Berthet (FDJ – Suez) sicherte sich als Kletterin überraschend den ersten, obwohl es dort keine Bonusssekunden gab. Anders als beim zweiten, wo es mit mit Femke de Vries (Visma – Lease a Bike) auch keine ausgemachte Spezialistin war, die sich die Punkte und drei Sekunden vor Koch sicherte.
Kleinere Stürze, die aber allesamt glimpflich ausgingen, prägten trotz gerader Straßen die nächsten Rennminuten Richtung Ziel. Doch mehr passierte bis ins absolute Finale nicht mehr. Auf den letzten Kilometern versuchten sich mehrere Teams an der Spitze zu profilieren, doch die Oberhand gewann letztlich keine Mannschaft, weder SD Worx noch UAE. Dennoch war es Gillespie, die am Hinterrad ihrer Teamkollegin eigentlich die beste Ausgangsposition hatte. Hinter die Irin, die den Weg Richtung linker Bande wählte, klemmte sich Wiebes. Doch als Gillespie die Seite nicht konsequent zumachte, zündete Wiebes ihren Turbo, flog vorbei und fuhr so sogar noch ein paar Meter Abstand heraus.
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