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06.02.2026 | (rsn) – Einen Tag vor dem Start der Oman-Rundfahrt (2.Pro) hat Mauro Schmid die 4. Muscat Classic (1.Pro) für sich entschieden. Der Schweizer setzte sich bei dem nach der Hauptstadt des Oman benannten Eintagesrennen über 176,2 Kilometer von Al Moui nach Al Bustan im Sprint einer Dreiergruppe vor dem Briten Adam Yates (UAE – Emirates – XRG) und seinem australischen Teamkollegen Luke Plapp durch.
Mit 13 Sekunden Rückstand wurde der Italiener Cristian Scaroni (XDS – Astana) Vierter vor dem zeitgleichen Niederländer Bart Lemmen (Visma – Lease a Bike). Der Norweger Rasmus Tiller (Uno-X Mobility) führte weitere zwei Sekunden dahinter das Feld ins Ziel.
"Der Plan war, am letzten Berg zu attackieren, um das Rennen hart zu machen. Aber schon in der Runde davor ist das Peloton recht zügig da hochgefahren und da wusste ich, dass mir das entgegenkommt, da es dann für die Sprinter schwieriger wird", sagte der Sieger im Ziel zu RSN.
"Im letzten Anstieg sind wir mit Paul Double vorn reingefahren. Ich war dann ziemlich schnell am Rad von Yates. Der ist von unten bis oben Vollgas hochgefahren und für mich war es absolut am Limit, um dranzubleiben. Aber ich wusste, dass, wenn wir zusammen mit Plapp über die Kuppe fahren, die Chancen für mich recht groß sind, um das Rennen zu gewinnen. Deswegen hatte ich viel Motivation, um am Rad zu bleiben", kommentierte der 26-jährige Schmid im Ziel den zehnten Sieg seiner Profikarriere, den er auch Plapp verdankte.
Der Australier hielt im Finale das Tempo hoch und die Verfolger damit auf Abstand. "Wir wussten nicht, wie groß der Vorsprung ist. Aber wir wussten, dass wir nicht zu lange warten können. Er (Plapp) hat einmal probiert zu attackieren, aber das hat leider nicht funktioniert. Danach mussten wir schauen, dass das Tempo relativ hoch ist. Dann standen die Chancen für gut, dass ich den Sprint gewinne und das ist dann auch so aufgegangen"l, fügte Schmid an.
Dagegen verpasste der sieben Jahre ältere Yates sein erstes Erfolgserlebnis in dieser Saison, nachdem er zuvor bei der Tour Down Under auf Gesamtrang 23 keine Rolle gespielt hatte. Der 33-Jährige hatte in Muscat mit seiner Attacke am Al-Jissah-Anstieg knapp sechs Kilometer vor dem Ziel das Feld gesprengt, war dann im Finale aber chancenlos gegen das Jayco-Duo.
Tudor-Neuzugang Lennart Jasch belegte als einziger deutscher Teilnehmer mit 51 Sekunden Rückstand den 39. Platz.
????????Mauro Schmid wins the #MuscatClassic 2026 ! ???? pic.twitter.com/mE97ozUFdC
— Tour of Oman (@tourofoman) February 6, 2026
Mit dem Startschuss löste sich Baptiste Veistroffer (Lotto – Intermarché) aus dem Feld. Niemand fand sich, es ihm gleichzutun und so befand sich der Franzose als Solist an der Spitze des Rennens, dass er auf zunächst flachem Terrain mit rund fünf Minuten Vorsprung anführte.
Erst eingangs der zweiten, mit sechs kategorisierten Anstiegen gespickten zweiten Rennhälfte, gingen die Verfolger daran, den Abstand zu verkürzen. Veistroffer wehrte sich nach Kräften, wurde dann aber bereits 25 Kilometer vor dem Ziel wieder eingefangen.
Das Streckenprofil Muscat Classic | Foto: Veranstalter
Danach erhöhten Tudor und Soudal das Tempo im Feld, das am Al-Jissah-Anstieg, nur gut einen Kilometer lang, dafür aber gut neun Prozent steil, schließlich auseinandergerissen wurde. Zunächst attackierte der Brite Paul Double (Jayco – AlUla), ehe dessen Landsmann Yates den Konter setzte und sich gemeinsam mit Doubles Teamkollegen Schmid und Plapp absetzte.
Auf den letzten Kilometern behauptete das Trio einen knappen Vorsprung, wobei sich Plapp für den Schweizer Meister vor die kleine Gruppe spannte. Yates lancierte seinen Sprint 200 Meter vor dem Ziel, doch Schmid zog am UAE-Kapitän vorbei zu seinem ersten Saisonsieg, den er bei der Tour Down Under noch verpasst hatte.
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