Lässt sich RCS Sport auf Machtkampf ein?

Verstoß gegen neue UCI-Regel: Trofeo Alfredo Binda lädt Konti-Teams ein

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Elisa Balsamo (Lidl - Trek) hat 2025 die 26. Trofeo Alfredo Binda gewonnen. | Foto: Cor Vos

10.02.2026  |  (rsn) – Eine neue UCI-Regel, wonach ab dem 1. Januar 2026 keine Kontinental-Teams mehr zu Rennen der Women’s WorldTour eingeladen werden dürfen, wird offensichtlich nicht von allen Rennveranstaltern umgesetzt.

Nachdem in der vergangenen Woche bereits drei KT-Teams an der UAE Tour Women teilgenommen hatten, lud nun die Trofeo Alfredo Binda für die am 15. März stattfindende 27. Ausgabe des italienischen Eintagesrennens gleich fünf Kontinental-Teams ein. Sowohl die UAE Tour Women als auch die Trofeo Binda werden von RCS Sport organisiert.

Während der Giro-Veranstalter bereits angekündigt hatte, auch 2026 Kontinental-Teams einzuladen, hält sich Flanders Classics an die neue Regel und lädt bisher nur WorldTour- und ProTeams zu seinen Rennen ein. Was sich hinter dem Vorgehen von RCS Sport verbirgt, ist nicht bekannt. Auch der Radsportweltverband UCI hat sich noch nicht zur jüngsten Entwicklung geäußert.

Für die Trofeo Binda bedeutet die Einladung der fünf italienischen Kontinental-Teams Vini Fantini-BePink, Aromitalia Vaiano, Top Girls Fassa Bortolo, Team Mendelspeck E-Work und Isolmant-Premac-Vittoria, dass wie bereits im vergangenen Jahr 24 Aufgebote am Start stehen werden.

Mit ihrer Regeländerung will die UCI die Struktur der Frauenrennen an die der Männer angleichen. Als Ausnahme hat der Weltverband solche Rennen der Women’s WorldTour festgelegt, bei denen weniger als fünfzehn Aufgebote dabei sind. Da aber sämtliche 14 Teams aus der ersten Liga eine Startverpflichtung haben – und auch Zweitdivisionäre mit dabei sind -, ist diese Ausnahmeregelung praktisch wertlos. Dafür hat die UCI zuletzt auch viel Kritik einstecken müssen.

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